Sachranger Verkehrsverein zieht Bilanz: Trotz Corona schwarze Zahlen

Viel los war im vergangenen Jahr beim 20. Bauern- und Kunsthandwerkermarkt in Sachrang. In diesem Jahr musste der Markt wegen Corona abgesagt werden. Der Verkehrsverein Sachrang ist jedoch zuversichtlich, dass er im nächsten Jahr wieder stattfinden kann.
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Viel los war im vergangenen Jahr beim 20. Bauern- und Kunsthandwerkermarkt in Sachrang. In diesem Jahr musste der Markt wegen Corona abgesagt werden. Der Verkehrsverein Sachrang ist jedoch zuversichtlich, dass er im nächsten Jahr wieder stattfinden kann.

„Die Veranstaltungen des Verkehrsvereins Sachrang fielen in diesem Jahr Corona zum Opfer“, bedauerte der Vorsitzende des Sachranger Verkehrsvereins Benno Pertl bei der Jahreshauptversammlung in der Alten Schule in Sachrang. So will die Führungsmannschaft das Jahr 2021 gestalten.

Von Heinrich Rehberg

Aschau/Sachrang – Aschaus Zweiter Bürgermeister Michael Andrelang nahm zum ersten Mal an der Versammlung teil. Er gratulierte Pertl zu einer Auszeichnung: Wegen seines langjährigen Engagements und seiner ehrenamtlichen Tätigkeit sowie der Betreuung und Vermietung am „Bergerhof“ wurde Pertl in München vom Bayerischen Staatsministerium mit einer Medaille und Urkunde für besondere Verdienste um die bayerische Gastlichkeit geehrt.

Rückschau auf Jubiläums-Markt

Ausgiebig blickte Pertl in seinem Jahresbericht zurück auf den 20. Sachranger Bauern- und Kunsthandwerkermarkt im vergangenen Jahr. „Unser Markt lebt davon, dass etwas vorgeführt wird, dass sich etwas rührt und die Besucher die Aussteller bei der Arbeit sehen“, so der Vorsitzende. Vielen Ausstellern konnten die Besucher am Stand über die Schulter schauen; nach langer Pause war wieder ein Messerschleifer dabei, beim Sachranger Backhäusl gab es frisch gebackenes Brot, und ein buntes Kinderprogramm unterhielt die jungen Besucher.

Mankei schmückt bald südliche Ortseinfahrt in Sachrang

Besonders viel Gaudi hatten sowohl Kinder als auch Erwachsene an der alten Kegelbahn am Parkplatz des Sachranger Hofs. Dort entstand im Auftrag des Verkehrsvereins durch den Motorsägenkünstler Guntram Prochaska eine Holzskulptur in Form eines Murmeltieres, die der Verein der Gemeinde Aschau zum Geschenk gemacht hat und die ab nächstes Frühjahr die südliche Ortseinfahrt Sachrangs schmücken soll. Das Murmeltier, auch Mankei genannt, ist das Symbol für die Bergsteigerdörfer.

Trotz Absage des Bauern- und Kunsthandwerkermarktes leichtes Plus in Kasse

Trotz den Unkosten der schon gedruckten Flyer für den Markt 2020 konnte Kassenfrau Regina Maurer-Fuchs einen minimalen Gewinn in der Verkehrsvereinskasse verzeichnen und schwarze Zahlen schreiben. In der Vereinsführung gab es einen Tausch der Ämter und damit eine geringfügige Änderung: Zukünftig wird Katja Vordermayer die Aufgaben des Kassiers übernehmen, Regina Maurer-Fuchs wechselt zur Schriftführung.

Vorsitzender Pertl zeigte sich erfreut über die Sanierung der Staatsstraße 2093: „Wir haben in den vergangenen 20 Jahren immer wieder auf den Zustand der maroden Straße hingewiesen und die Sanierung der Schlaglochstrecke gefordert. Nach 20 Jahren wurde der letzte Bauabschnitt jetzt schließlich beendet.“

Tourist-Info-Chef zieht Bilanz

Herbert Reiter, Leiter der Tourist-Info, zog Bilanz für das Jahr 2019 und hielt einen Kurzvortrag zu den Aufgabengebieten der Tourist-Info. Diese reichen von der Zusammenarbeit mit den rund 300 Vermietern im Gemeindebereich, über die Betreuung der Einrichtungen im Aschauer Schloss und der Badeplätze in Aschau, bis hin zur Pflege der neuen Social-Media-Seiten.

Im Jahr 2019 hatte Aschau 68 500 Gäste mit insgesamt rund 337 000 Übernachtungen zu verzeichnen, so Reiter. Alleine in Sachrang waren es 14 000 Übernachtungen. Da jeder Gast im Schnitt etwa 86 Euro täglich ausgebe, bleibe der Tourismus für die Gemeinde eine starke und wichtige Wirtschaftskraft.

Aschau und Sachrang bieten momentan 2300 Gästebetten an, weiterhin würde nach einem Hotelstandort gesucht und auch ein Wohnmobilstellplatz und ein Campingplatz würden in der Gemeinde dringend benötigt. Ein großes Thema für das Bergsteigerdorf Sachrang bleibt weiterhin der ÖPNV: Auch dazu wurden laut Reiter Konzepte ausgearbeitet und Gespräche geführt.

„30 Jahre Naturschutzgebiet Geigelstein“

Das Jahresthema „da Woid“ begleite die Gemeinde auch weiterhin: Der Wald-Apothekenweg in Sachrang würde gut angenommen und stets ausgebaut werden, sodass das das Projekt mehrere Preise und Auszeichnungen gewann.

Des Weiteren wird in der Gemeinde über eigene Mountainbike-Routen diskutiert, um künftig die Mengen an Wanderer und Radfahrer zu entzerren. Auch zum Thema „30 Jahre Naturschutzgebiet Geigelstein“, das nächstes Jahr gefeiert wird, habe sich die Tourist-Info schon Gedanken gemacht. Auch der Verkehrsverein wird demnächst seine Planungen dazu beginnen.

Wechsel im Vorstand desSachranger Verkehrsvereins: Kassenfrau Katja Vordermayer und Schriftführerin Regina Maurer-Fuchs.

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