Planung der Frasdorfer Turnhalle nimmt Gestalt an: Es soll das Modell in Rot werden

So könnte die neue Frasdorfer Sporthalle zwischen dem Alten Schulhaus (links im Hintergrund) und dem neuen Schulhaus (rechts in Verlängerung) aussehen. Der Schriftzug ist zunächst nur auf den Planungsunterlagen vorgesehen. Die künftige Gestaltung der Fläche ist noch nicht entschieden.
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So könnte die neue Frasdorfer Sporthalle zwischen dem Alten Schulhaus (links im Hintergrund) und dem neuen Schulhaus (rechts in Verlängerung) aussehen. Der Schriftzug ist zunächst nur auf den Planungsunterlagen vorgesehen. Die künftige Gestaltung der Fläche ist noch nicht entschieden.
  • vonHeinrich Rehberg
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Die Planung der neuen Frasdorfer Sporthalle nimmt Gestalt an – zumindest auf dem Papier. Der Frasdorfer Gemeinderat konnte bei seiner jüngsten Sitzung in der Lamstoahalle aus mehreren Entwürfen wählen.

Frasdorf – Architekt Vinzenz Mayer von der Traunsteiner Planungsgruppe Strasser stellte dem Gremium mehrere Vorschläge für die Außengestaltung des Bauwerks vor.

Harmonisches Bild auf dem Schulgelände

Die neue Halle soll sich – wie vom Gemeinderat gewünscht – in das bestehende Ensemble alte und neue Schule einfügen. Da das Alte Schulhaus vor dem Ersten Weltkrieg errichtet wurde, würde eine so massive Gestaltung dem heutigen Baustil widersprechen und wäre für eine Sporthalle zu wuchtig. So zielten die Vorschläge des Büros mehr auf eine Annäherung an die neue Schule, die mit der Sporthalle künftig eine Reihe und einen gemeinsamen Abschluss am Josef-Pertl-Weg bilden wird.

Drei Vorschläge für die Außengestaltung

Architekt Mayer stellte dem Gremium je einen Vorschlag zur Außengestaltung der Sporthalle mit einer weißen, einer roten und einer Ausstattung aus Holz vor. Das kräftige Rot der Fensterumrahmungen der Schule soll bei der Sporthalle wieder aufgenommen werden und an mehreren Stellen zum Einsatz kommen. Mit elf gegen sechs Stimmen entschied sich das Gremium für das Modell in Rot mit den kräftigen Farbakzenten.

Im Süden sollen laut Mayer vertikal stehende Holzstützen die Halle vor zu großer Sonneneinstrahlung schützen. Quer liegende Holzlamellen wurden bereits im Vorfeld verworfen. Das ausgeprägte Vordach im Süden soll um das ganze Haus herumgezogen werden und auch auf der West- und der Nordseite deutlich über den Bau hinausragen.

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Kein Extrabau für Windschutz am Eingang benötigt

Mit neun gegen acht Stimmen beschloss das Gremium, dass man bei einer so deutlichen Überspannung des Eingangsbereichs kein zusätzliches Extrabauwerk für den Windschutz an der Eingangstüre brauche. Der angedachte Holzkasten könne problemlos entfallen.

Für den Innenbereich, die Wände, Flure und Böden schlug der Architekt gedeckte Farben in Weiß und Grau vor. Der Gemeinderat war mit allen vorgestellten Farbmustern und Materialien einverstanden.

Wunsch nach Raum für Kleinsportgruppen

Die neue Sporthalle könne nach der Berechnung der Planungsgruppe Strasser problemlos an die bestehende Heizung angeschlossen werden. Damit entfalle der im ersten Entwurf eingeplante Heizungskeller.

Die Gemeinderätinnen Meike Buchauer (PWGF) und Christine Domek-Rußwurm (CSU) schlugen vor, diesen Raum trotzdem zu bauen. In der Sporthalle würden gerade für die Neigungs- und Kleinsportgruppen separate Räume gebraucht, die derzeit über das ganze Dorf verteilt seien. Auf diese Weise könnten auch Angebote wie Zumba oder Yoga näher an den Sport herangeführt werden.

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Kein zusätzlicher Gruppenraum

Da die erneute Einplanung und der Bau dieses einen Raumes aber im sechsstelligen Bereich liegen würden, verzichtete der Gemeinderat auf den Anbau eines zusätzlichen kleinen Gruppenraums. Die Halle soll in ihrer Endausstattung in der Mitte mit einem Vorhang geteilt werden können, dadurch entstehen bei Bedarf bereits zwei kleinere Hallen für unterschiedliche Nutzergruppen. Alle anderen Hallenelemente, etwa Umkleiden, Duschen und Sanitäranlagen, seien für diese Personenzahl geplant und vorgesehen, die Anzahl der Nutzer könne nicht beliebig vergrößert werden.

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