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Märchenstunde im Aschauer Festsaal

Zum Bericht „Solnar will die zweite Amtszeit“ im Lokalteil

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Solnar sagt, die Gemeinde sei quasi schuldenfrei, obwohl derzeit rund 79 000 Euro Zinsen für aufgenommene Darlehen zu zahlen sind. Solnar spricht von 3,8 Millionen Schulden. Tatsächlich steht in dem von ihm selbst genehmigten Haushalt 2019, dass die absoluten Gesamtschulden 6,2 Millionen Euro betragen. Obwohl angeblich Millionen auf dem Konto sind, wurde für die Nahwärmeversorgung ein Darlehen von 830 000 Euro aufgenommen, für das Zinsen in Höhe von 13 000 Euro zu zahlen sind.

Solnar suggeriert, bei seiner Amtsübernahme sei die Gemeinde mehr oder weniger zahlungsunfähig gewesen. Die Wahrheit ist, dass die Gemeinde zu keiner Zeit in Zahlungsschwierigkeiten war. Er selbst hat aufgrund der einwandfreien Haushaltsführung die Entlastung seines Vorgängers im Gemeinderat beschließen lassen.

Tatsache ist, dass Solnar das „Tafelsilber“, nämlich gemeindeeigene Baugrundstücke in Höhe von 1,22 Millionen Euro zur Finanzierung seines Haushalts 2015, verkauft hat. Davon wurde aber kein einziger Quadratmeter als Bauland für Einheimische abgegeben. Außerdem hat Solnar während seiner Amtszeit die Gewerbesteuer von 300 auf 350 Prozent und die Grundsteuer von 320 auf 360 Prozent erhöht. Das brachte Mehreinnahmen in Millionenhöhe. Trotzdem blieb bis heute davon nichts übrig. Wenn dieser Geldverschwendung nicht Einhalt geboten wird, werden die Schulden eine in der Geschichte von Aschau noch nie da gewesene Rekordhöhe von zehn bis zwölf Millionen Euro in den kommenden Jahren erreichen.

Zu guter Letzt hat Solnar auch noch zum Besten gegeben, dass Neubürger wie er in der Geschichte von Aschau schon immer „das Salz in der Suppe“ waren und dass andere Gemeinden Aschau ob seiner Arbeit als Bürgermeister beneiden. Man darf gespannt sein, ob sich die Wählerinnen und Wähler nochmals die Suppe sechs Jahre versalzen lassen. Wenn doch, hat Aschau keinen Besseren verdient.

Sven Herrmann

Aschau

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