Liebe und Tod im Bankerldorf

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Aschau – 470 Sitzbänke, davon 192 Themenbänke – nicht umsonst ist Aschau im Chiemgau auch bekannt als das Bankerldorf.

Und was darf auf so einer Bank nicht fehlen? Die Leselektüre. „Bankerl-G‘schichten“ will genau das sein – 16 Kurzgeschichten von elf Autorinnen spielen rund um die Kampenwand und Aschau. Nun wurden sie bei einer Lesung im Café Wasserfall in Aschau vorgestellt.

Die Herausgeberinnen des Buches sind Marion Bischoff und Gabi Schmid. Als Autorinnen wirkten bei der Lesung Tanja Petit, Heike Stadelmann, Monja Lutz, Deborah Emrath und Rike Stienen mit. Stienen stammt als Einzige aus dem Landkreis Rosenheim.

Entstanden ist die Idee zur Anthologie im Rahmen der Aschauer Autorenwoche, die heuer zum ersten Mal durch die Organisation von Marion Bischoff stattfand. Das Buch entführt den Leser des Öfteren auf die Kampenwand – mal in einer holprigen Gondel, die unverhofft stoppt und ins Schaukeln gerät. Mal ist sie das Ziel eines Rollstuhlfahrers, der es eigentlich nicht für möglich gehalten hätte, jemals mit seinen zwei Rädern den Berg zu erklimmen. Neben Liebesgeschichten geht es in dem Buch aber auch um Legenden und Krimis. Schließlich ist Miss Kampenwand tot, ihre Todesumstände sind bislang unbekannt.

So unterschiedlich die Autorinnen selbst sind, so verschieden sind eben auch ihre Geschichten – deren Fantasie sich rund um Mythen, Ereignissen und Themen rund um Aschau rankt und als Band I eine Fortsetzung erwarten könnte. Genügend Sitzbänke wären ja noch übrig. suh

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