Kiesgrubenbetreiber kassiert Abfuhr: Gemeinderat Frasdorf lehnt Erweiterungspläne ab

Die Kiesvorkommen unter der grünen Wiese im Vordergrund sollen nach den Vorstellungen des Betreibers der benachbarten Kiesgrube erschlossen und ausgebeutet werden. rehberg
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Die Kiesvorkommen unter der grünen Wiese im Vordergrund sollen nach den Vorstellungen des Betreibers der benachbarten Kiesgrube erschlossen und ausgebeutet werden.
  • vonHeinrich Rehberg
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Für den Ausbau der Staatsstraße 2093 wird eine große Menge an Kies benötigt. Ein Kiesgrubenbetreiber aus Frasdorf hat daher den Antrag an die Gemeinde gestellt, sein Abbaugebiet erweitern zu dürfen. Der Gemeinderat war von diesem Ansinnen allerdings nicht begeistert und lehnte es ab.

Frasdorf – Die Kiesgrube bei Paulöd in Sichtweite der alten Wallfahrtskirche St. Florian darf nicht nach Nordwesten erweitert werden. Der Frasdorfer Gemeinderat lehnte einen entsprechenden Antrag einstimmig ab. Der Betreiber der Anlage hatte eine Anfrage an die Gemeinde gestellt, ob er die Kiesgrube weiter ausweiten dürfe, um damit den Bedarf an Straßenkies für die Ortsumgehung von Prutdorf im Zuge des Ausbaus der Staatstraße 2093 decken zu können.

Übereinstimmend kam das Gremium zu dem Schluss, dass eine Kiesgrube an dieser Stelle nicht ins Gelände passe. Es handle sich auch nicht um eine Erweiterung der bestehenden Grube, sondern um den Neubeginn einer Grube auf einer neuen Flurnummer nördlich der Zufahrt zum Weiler Paulöd.

Gemeinderat hält Stelle für ungeeignet

Die Gemeinderäte waren sich einig, dass zunächst einmal die bestehende Grube nach den vorhandenen Vereinbarungen ausgebeutet werden solle. Danach müssten die Renaturierungs- und Auffüllmaßnahmen durchgeführt werden. Erst wenn diese Arbeiten zur Zufriedenheit der Gemeinde erledigt seien, signalisierte der Gemeinderat wieder seine Gesprächsbereitschaft. Da es aber im Gemeindegebiet ausreichend Kiesvorkommen an besser gelegenen und vor allem an versteckten Stellen gebe, sei eine Freigabe an dieser Stelle grundsätzlich nicht vorstellbar.

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