Halfing: Nachruf auf Andreas Aicher aus Halfing

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Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fand der im Alter von 84 Jahren verstorbene Andreas Aicher auf dem Halfiger Friedhof seine letzte Ruhestätte.

Halfing−

Der Verstorbene, allseits bekannt als „Demme Anderl“, wurde als jüngstes von sechs Kindern auf dem Demmel-Hof in Halfing geboren. Nach der Schulzeit erlernte er den Beruf des Müllers in der damaligen Löwenmühle in Halfing. Anschließend war er als Lastwagenfahrer bei den Firmen Hamberger und Stettner tätig, ehe er von 1954 bis zum Ruhestand im Jahr 1996 in der Halfinger Reismühle beschäftigt war.

Bereits mit 20 Jahren fand er sein Glück mit Josepha Mayer, seiner „Pepi“, mit der er 1958 den Bund fürs Leben schloss. Der Nachwuchs ließ nicht lange auf sich warten und 1957 kam Sohn Andreas sowie 1962 Sohn Helmut zur Welt. Zwischenzeitlich hatte die Familie auch eine Heimat im neu erbauten Eigenheim in der Hochriesstraße gefunden. Große Freude bereitete dem Anderl die Geburt seiner Enkel Daniela und Christoph sowie zuletzt 2019 von Urenkel Vitus.

In jungen Jahren zeigte Anderl als Torwart der Halfinger Fußballer großes Geschick, später fand er als aktives Mitglied des Männerchors Gefallen am Singen. Auch ein gepflegter Stammtisch, bei dem in geselliger Runde gewattet wurde, gehörte zu seinen Leidenschaften. Er war ein begeisterter Bastler, der insbesondere viele Tretbulldogs mit Anhänger für seine Enkel als auch Abnehmer im ganzen Landkreis baute.

Nach einer Knieoperation entdeckte er das Radfahren für sich. Er war nahezu täglich in Halfing und der näheren Umgebung unterwegs und hierdurch auch bei fast jedermann im Ort bekannt.

Ein schwerer Schicksalsschlag war für ihn der unerwartete Tod seiner geliebten Pepi im Jahr 2018. Nach einem Sturz mit dem Fahrrad war er zunächst noch oft als Spaziergänger unterwegs, ehe seine Bewegungsfähigkeit durch einen weiteren Sturz komplett eingeschränkt war.

Nach einem von Diakon Horst Seipel feierlich gestalteten Wortgottesdienst verabschiedete sich die Trauergemeinschaft in Begleitung der Vereinsfahnen der Halfinger Feuerwehr und des Musik- und Gesangvereins unter Trompetenklängen von Gottfried und Bernadette Aicher am Familiengrab von einem beliebten und allseits bekannten Mitmenschen.

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