WAS IN DIE REISEAPOTHEKE GEHÖRT

Entspannt am Strand

Unbeschwert den Sonnenuntergang am Strand genießen – das wünschen sich alle Urlauber. dpa
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Unbeschwert den Sonnenuntergang am Strand genießen – das wünschen sich alle Urlauber. dpa

Vom fiesen Sonnenbrand über den entzündeten Mückenstich bis zu Magen-Darm-Beschwerden: Kleinere und größere Wehwechen können die Urlaubsfreuden schnell vermiesen. Apotheker aus dem Chiemgau geben Tipps, welche Arzneimittel daher unbedingt ins Reisegepäck gehören.

Aschau/Frasdorf/Bad Endorf – Sommerzeit ist Reisezeit. Die Ferien treiben Familien an die Mittelmeerstrände zum Baden, die Daheimgebliebenen erklimmen die Gipfel der Chiemgauer Bergwelt. Doch ein entzündeter Insektenstich oder ein schmerzhafter Sonnenbrand machen die Urlaubsfreude schnell zunichte. Zumal es beispielsweise sonntags schwer ist, an die benötigten Medikamente zu kommen. Deshalb ist es ratsam, mit einer Reiseapotheke vorzusorgen.

Martina Hopf, Apothekerin in der Sonnen-Apotheke in Frasdorf, rät Familien, für den klassischen Badeurlaub eine gewisse Grundausrüstung im Gepäck zu haben. Dazu gehören Insektenschutzmittel, Sonnencreme, Pflaster, Desinfektionsmittel und gegebenenfalls Augentropfen zum Schutz vor Reizung durch Sonne, Wasser und Wind. „Eltern sollen unbedingt darauf achten, dass alle Medikamente für Kinder verträglich sind“, rät Hopf.

Blick in den Impfpass

Zu den Urlaubsvorbereitungen gehört auch, vor Reiseantritt den Impfschutz zu überprüfen und gegebenenfalls auffrischen zu lassen. „Impfungen gegen Tetanus und Hepatitis sind Pflicht“, sagt Sabine Döppel, Inhaberin der St.-Jakob-Apotheke in Bad Endorf. Dokumente wie Impfpass und ein Krankenversicherungsnachweis – beispielsweise für die Auslandskrankenversicherung – sollten ebenfalls mit auf Reisen sein.

Hatten Schiffsreisen noch vor wenigen Jahren den Ruf, in erster Linie Rentner zu begeistern, erfreuen sie sich mittlerweile bei allen Generationen großer Beliebtheit. Doch allen, die ihren Urlaub zum großen Teil auf dem Wasser verbringen, empfehlen die Experten der Apotheken, ein Mittel gegen Reisekrankheit zu besorgen. So kann der traumhafte Sonnenuntergang sorgenfrei an Bord genossen werden. Auch wer die Ferien in der heimischen Bergwelt verbringt, kann sich sinnvoll ausstaffieren. Beispielsweise Blasenpflaster sind bei Wanderungen nützliche kleine Helfer.

Das Thema Sonnenschutz betrifft letztlich jeden Urlauber und liegt Claudia Zangerl, Inhaberin der Schloss-Apotheke in Aschau, ganz besonders am Herzen. Die Gefahren der warmen Strahlen werden viel zu oft auf die leichte und noch blasse Schulter genommen. Doch wie viel sollte aufgetragen werden? Zangerl: „Als Maß, um bei Erwachsenen einen ausreichenden Sonnenschutz zu erzielen, sollte ein Esslöffel Sonnenmilch pro Körperteil verwendet werden.“

Ein Esslöffel pro Körperteil

Wer nun meint, den Überblick verloren zu haben, kann sich an die Apotheken in der Region wenden. Dort erhalten sie oftmals eine Checkliste, die individuell an ihre Bedürfnisse und Reiseziele angepasst werden kann.

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