Registrierung, Anmeldung, Reihenfolge & Co.

So kommt man an einen Termin für eine Corona-Impfung

Corona-Impfung (Archivbild)
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Corona-Impfung (Archivbild).
  • vonMartin Weidner
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Bis zum Sommer möchte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) allen Bürgern in Deutschland ein Impfangebot gegen Corona machen. Dazu wurden auch in Bayern insgesamt 99 Impfzentren eingerichtet. Doch wie/wann kommt man eigentlich an einen Termin? Wir haben es ausprobiert.

Rosenheim - Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag, 11. Januar, für die Terminvereinbarung die entsprechende Internet-Seite live geschalten (https://impfzentren.bayern/). Nur in absoluten Ausnahmefällen sei eine telefonische Anmeldung möglich, hieß es. rosenheim24.de hat die Online-Variante ausprobiert: Gleich auf der Startseite wird dabei klar gestellt, dass zunächst einmal Risikogruppen sowie Menschen, bei denen aus beruflichen Gründen ein hohes Ansteckungsrisiko besteht, geimpft werden sollen. Erst im zweiten Schritt wird das System der gesamten Bevölkerung offen stehen, auch wenn eine Registrierung jetzt schon möglich ist (News-Ticker Montag, 11. Januar).

Dazu muss zunächst ein entsprechender Account mit Passwort erstellt und anschließend per Link verifiziert werden. Anschließend werden zahlreiche persönliche Daten, wie Name, Adresse, Kontakt etc., abgefragt. Zudem muss der Nutzer auch zahlreiche Fragen beantworten. Ist er einer Pflege- oder medizinischen Einrichtung tätig? Arbeitet er in einer Schule oder Kindergarten? Auch Angaben, dass man zum Beispiel in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber oder Obdachlose untergebracht ist, sind möglich.

Zahlreiche Fragen zu beantworten

Anschließend werden etwaige Vorerkrankungen abgefragt. Angegeben werden kann beispielsweise, ob man ein chronisches Leber- oder Nierenleiden hat, Diabetes, Krebs oder Autoimmunerkrankungen hat oder gehabt hat. Zudem muss unter anderem angegeben werden, ob man bereits mit dem Coronavirus infiziert war oder nicht. Als letztes muss dann noch der Haken zum Einverständnis für die wissenschaftliche Weiterverarbeitung der Daten gesetzt werden - danach kann das Formular übermittelt werden.

Am Ende wird der Eingang der Anmeldung bestätigt. Wer jedoch noch nicht gleich für eine Impfung in Frage kommt - die Reihenfolge wird auf Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) festgelegt - erhält folgenden Hinweis: „Sobald eine Terminauswahl möglich ist, werden Sie per E-Mail verständigt!“ Wann das sein wird, bleibt jedoch offen. Zudem wird auch schon das für einen zuständige Impfzentrum angezeigt. Das Gesundheitsministerium verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass für die Impfung das jeweilige Impfzentrum am Wohnsitz bzw. am Ort des ständigen Aufenthalts der betreffenden Person zuständig sei. Dies gelte selbst dann, wenn theoretisch ein anderes Impfzentrum näher liegt oder besser zu erreichen wäre, hieß es.

Lest dazu auch: So läuft die Corona-Impfung im Detail ab

Mehr als 111.000 Impfungen bereits in Bayern

In Bayern sind inzwischen nach Angaben des neuen bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek (CSU) bereits mehr als 115.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Der Schwerpunkt der Impfungen liege auf den Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie auf dem Personal von Kliniken in Bereichen mit einem sehr hohen Risiko, betonte der Minister. Am 8. Januar habe der Freistaat außerdem weitere 112.125 Impfdosen des Herstellers Biontech erhalten, hieß es.

Zugleich forderte Holetschek, innerhalb der EU Impfstoffe schneller zuzulassen. Zudem benötige man mehr Impfstoff. Die Bereitschaft in der Bevölkerung sei hoch, viele Menschen wünschten sich eine schnellstmögliche Impfung. „Jeder, der geimpft werden will, wird geimpft werden“, sagte der Gesundheitsminister.

mw

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