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Bei Kontrollen der Bundespolizei

Mutmaßlicher Schleuser festgenommen: Migrantin (39) bezahlte 10.000 Euro für sich und ihre Kinder

Die Bundespolizei hat in Mittenwald einen mutmaßlichen Schleuser aus dem Verkehr gezogen. Der türkischstämmige Fahrer fuhr mit fünf Migranten über die deutsch-österreichische Grenze.
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Die Bundespolizei hat in Mittenwald einen mutmaßlichen Schleuser aus dem Verkehr gezogen. Der türkischstämmige Fahrer fuhr mit fünf Migranten über die deutsch-österreichische Grenze.

Bei Kontrollen in Mittenwald zogen Bundespolizisten einen mutmaßlichen Schleuser aus dem Verkehr. Der bereits polizeibekannte Täter fuhr mit insgesamt fünf Migranten über die deutsch-österreichische Grenze, darunter drei Kinder. Die Mutter der drei zahlte für die Schleusung von Bosnien nach Deutschland rund 10.000 Euro.

Die Meldung im Wortlaut:

Mittenwald / Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Mittwoch (7. September) in Mittenwald einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, mit seinem Auto fünf Migranten unter widrigen Bedingungen illegal über die deutsch-österreichische Grenze gebracht zu haben. Da in dem Wagen mehr Personen als Sitzmöglichkeiten waren, mussten sich zwei Minderjährige auf der Rückbank einen Platz teilen. Wie sich schnell herausstellte, war der polizeibekannte Fahrer erst Ende April wegen Schleusungsverdachts festgenommen worden. Am Donnerstag wurde der Türke in Untersuchungshaft genommen.

Garmisch-Partenkirchner Bundespolizisten stoppten das Auto mit insgesamt sechs Insassen im Stadtgebiet Mittenwald im Rahmen von Grenzkontrollen. Am Steuer des für fünf Personen zugelassenen Fahrzeugs mit deutschen Kennzeichen saß ein türkischer Staatsangehöriger. Er konnte sich mit einer deutschen Niederlassungserlaubnis ausweisen. Die anderen fünf Insassen hatten keine Papiere dabei. Eigenen Angaben zufolge handelte es sich um kurdische Türken.

10.000 Euro für Schleusung von Bosnien nach Deutschland

Auf der für drei Personen ausgelegten Rückbank befanden sich ein 22-Jähriger und drei Minderjährige im Alter von 10, 12 und 13 Jahren. Die vier waren aufgrund der beengten Platzverhältnisse nicht angegurtet. Kindersitze waren nicht vorhanden. Die Beifahrerin ist die Mutter der Kinder. Den jungen Mann und den Fahrer kenne sie lediglich von dieser Reise, so die 39-Jährige. Ihre Flucht mit den Kindern führte sie zunächst von der Türkei nach Bosnien. Für die organisierte Schleusung vom Balkan bis nach Deutschland habe sie insgesamt rund 10.000 Euro zahlen müssen. Hierfür wäre ihr nichts anderes übrig geblieben, als ihren Schmuck zu verkaufen und sich Geld zu leihen.

Der festgenommene mutmaßliche Schleuser und seine fünf Mitfahrer wurden zur zuständigen Bundespolizeiinspektion nach Rosenheim gebracht. Dort erklärte der Fahrer, seine Begleiter ganz zufällig an einer Tankstelle in Österreich kennengelernt zu haben. Als die Beamten dies hinterfragten, wollte er keine Angaben mehr machen. Mit den Personalien des in Nordrhein-Westfalen gemeldeten Mannes fanden die Ermittler heraus, dass der Türke im April dieses Jahres im Landkreis Passau von der Bundespolizei festgenommen worden war. Der Tatvorwurf im zurückliegenden Verfahren: Einschleusen von drei Landsleuten. Aufgrund des erneuten Schleusungsverdachts wurde der 36-Jährige am Donnerstag beim Ermittlungsrichter in München vorgeführt. Auf richterliche Anordnung hin musste er die Untersuchungshaft antreten.

Die Frau und ihre Kinder leitete die Bundespolizei nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zu. Dem 22-Jährigen hingegen wurde die Einreise verweigert. Er hatte kein Interesse an Schutz oder Asyl in Deutschland und wurde daher zurückgewiesen und der österreichischen Polizei überstellt.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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