Betrug am Telefon in Miesbach

Psychospielchen mit Gewinnversprechen bringen Mann (64) um 8.600 Euro

Miesbach - Am 13. Oktober wurde bei der Polizei Miesbach durch einen 64-jährigen Schlierseer ein Betrug angezeigt.

Bereits am 5. Oktober wurde der Schlierseer telefonisch von der Lotteriegesellschaft „Euro Million“ in Kenntnis gesetzt, dass er 49.500 Euro gewonnen habe. Für die Bearbeitungsgebühren des Gewinns seinen zuvor jedoch 700 Euro zu entrichten und zwar in Form von Amazon-Gutscheinen, die der Schlierseer bei einem Lebensmittelgeschäft in Schliersee erwarb und dann die Gutschein-Codes an den Täter übermittelte.

Nach der Bezahlung wurde dem Schlierseer gesagt, dass es bei der Gewinnsumme zu einem Fehler gekommen sei und im Gewinnbetrag eine Null fehle; die Gewinnsumme sei nicht 49.500 Euro, sondern 495.000 Euro.

Für diesen Betrag seinen 10% der Gewinnsumme, also 4.950 Euro als Bearbeitungsgebühr zu entrichten. Der Schlierseer gab bei dem Täter an, jedoch nur 2.950 Euro per Online-Überweisung bezahlen zu können, womit der Täter dann auch einverstanden war.

Bald darauf wurde der Schlierseer wiederum kontaktiert, dass nun doch die 10% Bearbeitungsgebühr zu zahlen sei, also 4.950 Euro und die bereits gezahlten 2.950 Euro mit der Gewinnsumme von 495.000 Euro zurück bezahlt werden.

So überwies der Schlierseer wiederum das Geld und die Schadenssumme erhöhte sich nun auf insgesamt 8.600 Euro.

Trotz dem, dass in den Medien stetig über falsche Gewinnversprechen, falsche Polizeibeamte am Telefon und falsche Microsoft-Mitarbeiter berichtet wird, kommt es nach wie vor zu solchen Sachverhalten, bei denen Bürger um ihr Geld gebracht werden. Die Polizei bittet daher bei derartigen Anrufen sofort das Telefongespräch zu beenden. 

Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach

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