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Zahlreiche weitere Verstöße festgestellt

Ohne Kennzeichnung: Sattelzug mit 2,8 Tonnen umweltgefährdendem Stoff bei Fridolfing gestoppt

Als die Beamten der Traunsteiner Verkehrspolizei am Dienstagvormittag (10. Mai) einen Sattelzug, der als Gefahrguttransporter gekennzeichnet war, anhielten, mussten sie zahlreiche Verstöße feststellen. Der Fahrer und der Unternehmer müssen jetzt mit Bußgeldern rechnen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Fridolfing – Am Dienstag (10. Mai) wurde durch die Schwerverkehrsgruppe der Verkehrspolizei Traunstein der gewerbliche Güterverkehr auf der Bundesstraße 20 bei Fridolfing kontrolliert. Im Rahmen dieser Kontrolle wurde ein slowenischer Sattelzug angehalten, welcher mit orangefarbenen Tafeln als Gefahrguttransporter gekennzeichnet war.

Bei der Durchsicht der Frachtpapiere konnte festgestellt werden, dass es sich bei der Ladung um 2,8 Tonnen eines umweltgefährdenden Stoffes handelte. Das umweltgefährdende Gefahrgut war in vier große Säcke gefüllt worden und stand im mittleren Bereich der Ladefläche. Es war jedoch keinerlei Gefahrgutkennzeichnung auf den Säcken vorhanden. Gemäß den Gefahrgutvorschriften hätten die 700 Kilo Säcke mit der sogenannten UN-Nummer (der Nummer des Gefahrgutes) und mit Gefahrzetteln gekennzeichnet werden müssen. Um auf die Gefahr des transportierten Gutes hinzuweisen, ist eine solche Kenntlichmachung auf beiden Seiten der Großverpackung vorgeschrieben.

Es wurde telefonischer Kontakt zu dem österreichischen Verlader des Gefahrgutes aufgenommen. Es stellte sich heraus, dass die Gefahrgutladung irrtümlich falsch etikettiert wurde und dadurch ohne jede erforderliche Kennzeichnung den Chemiebetrieb verließ. Die Dokumente für den Transport wurden daraufhin durch die Polizei sichergestellt und die Weiterfahrt vor Ort unterbunden.

Weitere Verstöße festgestellt

Während der Kontrolle wurde auch das digitale Kontrollgerät im Führerhaus der Sattelzugmaschine ausgewertet. Das digitale Kontrollgerät zeichnet die Lenk und Ruhezeiten des Fahrers sowie verschiedene technische Daten der Sattelzugmaschine auf. Anhand der Sichtung konnte festgestellt werden, dass der 33-jährige bosnische Fahrer zu schnell auf der Bundesstraße unterwegs war. Anstatt der erlaubten 60 km/h fuhr der Fahrer mit 87 km/h.

Zudem überschritt er die gesetzlich vorgeschrieben Tageslenkzeit und verkürzte seine tägliche Ruhezeit erheblich. Aufgrund der Verstöße musste der Fahrer einen mittleren dreistelligen Eurobetrag als Sicherheit für die begangenen Ordnungswidrigkeiten bei der Polizei hinterlegen. Das Bußgeld für den Unternehmer wird deutlich höher ausfallen, da dieser für die Einhaltung der Sozialvorschriften im Straßenverkehr hauptverantwortlich ist.

Mit Unterstützung der Verkehrspolizei Traunstein gelang es dem Gefahrgutverpacker die erforderliche Gefahrgutkennzeichnung zu organisieren und die Ladung nach den gesetzlichen Vorschriften zu kennzeichnen. Die Weiterfahrt konnte somit am frühen Nachmittag freigegeben werden. Auch den Verpacker erwartet eine Ordnungswidrigkeitenanzeige mit empfindlichen Bußgeld.

Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

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