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Audi-Fahrer (31) aus Kreis Rosenheim kracht in Anhänger-Gespann

Unfall auf A8 bei Bernau: Zwei Schwerverletzte und hoher Sachschaden - Verursacher betrunken

Zu einem Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten und Sachschaden im oberen fünfstelligen Bereich kam es in der Nacht von Freitag (9. Juli) auf Samstag (10. Juli) auf der A8 in Fahrtrichtung München bei Bernau.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Bernau am Chiemsee - Ein 31-jähriger Fahrzeuglenker aus dem Landkreis Rosenheim fuhr mit seinem Audi an der Anschlussstelle Felden in die Autobahn ein und unvermittelt auf den linken der beiden Fahrstreifen. Da zu diesem Zeitpunkt etwas weiter vorne Mäharbeiten stattfanden, stand hier jedoch ein Warnanhänger, der die linke Spur sperrte. Etwaige Vorwarnungen, die auf die Arbeitsstelle hinwiesen, hatte der Mann offenbar nicht bemerkt.

Zwar versuchte er noch nach rechts auszuweichen, touchierte den Anhänger aber dennoch an dessen rechter Seite und im weiteren Verlauf das Pkw-Anhänger-Gespann eines Urlaubsreisenden, der sich zu diesem Zeitpunkt auf dem rechten Fahrstreifen befuhr.

Dessen Fahrzeuglenker, ein 60-jähriger Baden-Württemberger, verlor durch den seitlichen Anstoß die Kontrolle über das Gespann und geriet dabei so stark ins Schleudern, dass er die seitliche Kollision mit einem der Mähfahrzeuge nicht mehr verhindern konnte. Zudem löste sich das auf dem Anhänger geladene Sportboot von seinen Sicherungen, fiel herab und blieb letztendlich im Grünstreifen neben der Autobahn liegen.

Zwei Personen schwer verletzt

Durch das Unfallgeschehen wurden sowohl der Audi-Fahrer, als auch dessen 46-jährige Beifahrerin schwer verletzt und beide mussten zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden. Alle anderen Unfallbeteiligten blieben glücklicher Weise unverletzt.

An den unfallbeteiligten Fahrzeugen, den Gerätschaften und baulichen Einrichtungen der Autobahn, entstand ein Sachschaden, der derzeit auf rund 75.000 Euro geschätzt wird. Da sich das Trümmerfeld über die gesamte Richtungsfahrbahn München erstreckte wurde selbige durch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein, die ohnehin zur Unfallaufnahme vor Ort waren, voll gesperrt.

Bei der Absicherung der Unfallstelle und den nachfolgenden Aufräumarbeiten leisteten die Freiwilligen Feuerwehren aus Prien am Chiemsee und Bernau, die mit insgesamt sechs Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften vor Ort waren, tatkräftige Unterstützung. Die Bergung der verunfallten Fahrzeuge erfolgte durch ein Abschleppunternehmen aus Grassau.

Autobahn über vier Stunden teilgesperrt

Die teilweise Sperre der Richtungsfahrbahn München erstreckte sich über vier Stunden, sodass die Autobahn erst wieder gegen 6 Uhr uneingeschränkt befahrbar war und von der Autobahnmeisterei Siegsdorf freigegeben wurde.

Im persönlichen Gespräch zum Unfallhergang nahmen die Polizeibeamten deutlichen Alkoholgeruch beim Verursacher wahr. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert, der deutlich über der Grenze der absoluten Fahruntauglichkeit (1,1 Promille) liegt. Demzufolge wurde bei ihm eine Blutentnahme durchgeführt und die Fahrerlaubnis, durch die Wegnahme des Führerscheins, entzogen.

Der Verkehrssünder hat nun mit einer hohen Geldstrafe und einem langen Fahrerlaubnisentzug zu rechnen. Möglicher Weise wird er sich auch einer Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU) unterziehen müssen, bevor er seinen Führerschein jemals zurück erhält.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska

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