Wohnungssuche mit Hindernissen

Menschen mit Migrationshintergrund haben es auf dem Miet-Markt besonders schwer.
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Menschen mit Migrationshintergrund haben es auf dem Miet-Markt besonders schwer.

Diskriminierungen auf dem Mietmarkt sind keine Seltenheit.

„Oft reicht schon ein fremd klingender Name aus, um gar nicht erst zur Wohnungsbesichtigung eingeladen zu werden“, so Bernhard Franke, kommissarischer Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt sind ein verbreitetes Problem. Einer repräsentativen Umfrage der Antidiskriminierungsstelle Anfang 2020 zufolge machten rund 15 Prozent aller Befragten, die in den vergangenen zehn Jahren auf Wohnungssuche waren, Diskriminierungserfahrungen aus rassistischen Gründen, wegen der Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe oder der Herkunft aus einem anderen Land. J „Dabei ist Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt gesetzlich verboten. Betroffene sollten sich über ihre Rechtslage informieren und wenn möglich gegen Benachteiligungen vorgehen“, so Franke.

Hindernisse abbauen und Wege schaffen

Eine eigene Wohnung stehe für Sicherheit und Schutz, findet man bei der Diakonie in Rosenheim. Mit dem Projekt „Wohnraum für Menschen mit Migrationshintergrund“ wollen Kirche und Diakonie versuchen, vor allem für diese Gruppe Hindernisse abzubauen und Wege in den Wohnungsmarkt zu finden.

Auch die „Soziale Stadt Rosenheim“ nimmt sich dem Thema „Wohnraum für alle Menschen“ an. Denn: Wenn anerkannte Asylbewerber und Flüchtlinge die staatlichen Unterkünfte verlassen und sich eigenständig Wohnraum suchen müssen, haben sie nicht nur mit dem angespannten Wohnungsmarkt, sondern auch mit Vorurteilen zu kämpfen. Die Stadt Rosenheim unterstützt daher mit Kooperationspartnern der Wohlfahrtsverbände, der Bürgerstiftung sowie ehrenamtlichen Helfern anerkannte Asylbewerber und Flüchtlinge bei der Wohnungssuche. khe

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