Wie kommt der Strom auf die Almhütte?

Strom aus Sonnenkraft auf der Moaralm bei Unterwössen.
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Strom aus Sonnenkraft auf der Moaralm bei Unterwössen.

Wer im Tal lebt, hat es gut – zumindest, was die Stromversorgung angeht. Wer Licht braucht, drückt einfach auf den Schalter. Auf der Alm sieht das anders aus. In entlegenen Gebieten, wo die Verbindung an das öffentliche Versorgungsnetz nicht gegeben ist, müssen die Eigentümer kreativ werden.

Denn ohne Strom funktionieren elektrischen Geräte, die zur Grundversorgung notwendig sind, nicht. Wie bekommt man also Strom auf die Alm?

Almfachberater Christian Tegethoff vom Amt für Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim weiß: am besten mit der Kraft der Sonne. Demnach erfolge die einfachste Energieversorgung durch Fotovoltaikmodule zur Stromerzeugung und Solarkollektoren zur Wassererwärmung. „Diese Variante ist die beliebteste, da meistens ein sonniges Plätzchen vorhanden ist und die Module überwiegend pflegeleicht und wartungsarm sind“, sagt er.

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Auch Windräder und Wasserturbinen seien gute Möglichkeiten der Stromversorgung, die jedoch häufig Genehmigungen bedürfen. Bei Wind müsse die mittlere Windgeschwindigkeit über mindestens ein Jahr gemessen werden, um die Rentabilität zu bestimmen. Bei höherem Strom- und Wärmebedarf könne als Alternative ein Blockheizkraftwerk in Betracht gezogen werden.

Für eine dauerhafte Stromversorgung, vor allem bei niedriger Verfügbarkeit von erneuerbarer Energiequellen, rät der Fachberater zur Installation von Akkus. Dann kann Strom nach Bedarf genutzt werden.

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