Themenschwerpunkt im Dezember: Soziales & Gesellschaft

Die große Kluft

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Das Thema des Monats Dezember.

Die Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals, zu Deutsch: Ziele für nachhaltige Entwicklung) enthalten auch Bemühungen um soziale Ziele, wie Armut beenden, Geschlechtergleichberechtigung, Ungleichheiten vermindern und Frieden und Gerechtigkeit stiften. Forschungen zu diesen sozialen SDGs zeigen, dass eine generelle Verbesserung zu beobachten ist.

Der Lebensstandard steigt weltweit, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit sind ein durchdringendes Thema und im Vergleich zu anderen Menschenzeitaltern herrscht relativ viel Frieden auf der Erde. Doch es ist trotzdem noch viel zu tun.

Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer, was daran liegt, dass die Reichen immer reicher werden und die Verteilung sehr einseitig verläuft. Bemühungen um Geschlechtergleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit finden auch eher in den wohlhabenden Ländern statt. Und auch wenn im Vergleich zu anderen Jahrhunderten mehr Frieden herrscht, darf man den Blick auf andauernde Konflikte dieser Erde nicht abwenden. Friedlichere Regionen wie Europa spüren die Folgen von Krieg, Armut und Hungersnöten von anderen Regionen: Menschen fliehen von diesen Krisengebieten und kommen zum Beispiel nach Deutschland, um eine lebenswerte Zukunft aufzubauen. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, was die Hintergründe dieser Menschen sind, bevor ein Urteil gefällt wird.

Planet Heimat zeigt dazu einige Zahlen und Fakten, wie es um andere Länder dieser Welt steht.

Frieden & Krieg

Die friedlichsten Länder und die konfliktreichsten Länder der Welt

* Nach dem GPI (Global Peace Index): Level der gesellschaftlichen Sicherheit, das Ausmaß der anhaltenden nationalen und internationalen Konflikte und der Grad der Militarisierung.
In diesen Regionen herrschen die meisten Kriege und Konflikte.

Andauernde Konflikte und Kriege

Auswahl an Konflikten mit mind. zwei Parteien und zentral gelenkter, strategischer Führung:

Seit 1978: Krieg in Afghanistan  Todesopfer: 1.240.000 bis 2 Mio. Menschen

Seit 2006: Drogenkrieg in Mexiko  Todesopfer: über 230.000 Menschen

Seit 2011: Bürgerkrieg in Syrien Todesopfer: etwa 570.000 Menschen

Seit 2011: Jemen-Krise in Saudi-Arabien Todesopfer: etwa 120.000 Menschen

Seit 2016: Rohingya-Konflikt in Myanmar Todesopfer: über 10.000 Menschen

Reichtum & Armut

Länder im Vergleich nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (mit gleicher Kaufkraft)

*Vorsicht; „Reichtum“ pro Kopf ist ein Durchschnittswert, das heißt, die Armutsschere kann hoch sein.
Burundi und die zentralafrikanische Republik sind die beiden ärmsten Länder der Welt.

Die Superreichen

Das Gesamtvermögen im Vergleich.
Die Ungleichheit in Zahlen (von 2019).

Gleichberechtigung & Ungleichbehandlung

*Gemessen nach dem SDG Gender Index: Dieser bewertet für die Bemühungen und Erreichung von Zielen zur Gleichberechtigung unter Berücksichtigung der 17 Kategorien der SDGs. Messungszahl (0-100), Beispiel: Die Zahl 50 sagt, dass ein Land auf dem halben Weg zur Erfüllung der Gleichberechtigungsziele ist.
Höhere Gleichberechtigung herrscht in den westlichen Ländern der Welt.

Zahlen aus Deutschland

Reichtum & Armut: Verteilung des Nettogesamtvermögens

Die Verteilung des Nettogesamtvermögens.

Armutsgefährdung

(Armutsgefährdungsquote (AGQ): Anteil der Bevölkerung, der mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen muss. Bei einem Einpersonenhaushalt lag dieser Wert in 2019 bei 1.074 Euro/Monat)

Der Anteil der armutsgefährdeten Menschen in der Bevölkerung steigt.

Gleichberechtigung

Im EU-Parlament sitzen die meisten Frauen.
Seit 1990 hat sich der Frauenanteil in akademischen Berufen um knapp ein Fünftel erhöht.

Zahlen aus der Region

Zahlen zu Bayern, den Regionen Rosenheim und Mühldorf aus den Jahren 2017/18:

Die aktuellen Zahlen aus der Region zeigen: die Kinder- und Altersarmut sinkt.
Der Frauenanteil in Stadträten und Kreistagen hat sich nicht verändert.
Es herrscht weniger Ungleichheit in Stadt und Landkreisen.
In Mühldorf gab es mehr Straftaten je 1000 Einwohner.

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