OVB-Themenschwerpunkt im Mai

Serie Planet Heimat: Warum Mode und Kleidung viel mit Nachhaltigkeit zu tun haben

Grafik Planet Heimat Themenschwerpunkt Mai Mode und Kleidung
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Grafik Planet Heimat Themenschwerpunkt Mai Mode und Kleidung Baumwollanbau
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Jährlicher Baumwollanbau
Grafik Grafik Planet Heimat Themenschwerpunkt Mai Mode und Kleidung Pestizide
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Einsatz giftiger Pestizide
Grafik Planet Heimat Themenschwerpunkt Mai Mode und Kleidung Kinderarbeit in der Baumwollproduktion
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Kinderarbeit in der Baumwollproduktion
Grafik Planet Heimat Themenschwerpunkt Mai Mode und Kleidung Hungerlöhne Baumwollproduktion
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Hungerlöhne beim Baumwollanbau
Grafik Planet Heimat Themenschwerpunkt Mai Mode und Kleidung Wasserverbrauch Baumwollshirt
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Wasserverbrauch pro Baumwollshirt
Grafik Planet Heimat Themenschwerpunkt Mai Mode und Kleidung Anteil Baumwolltextilien
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Fast die Hälfte aller Textilien sind aus Baumwolle
Grafik Planet Heimat Themenschwerpunkt Mai Mode und Kleidung Handlungsmöglichkeiten Konsumenten
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Handlungsmöglichkeiten für Konsumenten
Grafik Planet Heimat Themenschwerpunkt Mai Mode und Kleidung Weiterverarbeitung Kinderarbeit
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Kinderarbeit bei der Weiterverarbeitung
Grafik Planet Heimat Themenschwerpunkt Mai Mode und Kleidung Weiterverarbeitung Camparbeiterinnen
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Viele Spinnerinnen sind Camparbeiterinnen

Ein neues Kleidungsstück macht Freude. Aber Mode herzustellen, verbraucht auch Ressourcen. Und in der Textilindustrie arbeiten nicht alle Menschen unter fairen Bedingungen. Die OVB-Heimatzeitungen beleuchten das Thema Mode in der Reihe "Planet Heimat" unter dem Aspekt Nachhaltigkeit.

Rosenheim - Nichts kommt einem so nahe, wie die Kleidung. Den ganzen Tag berührt sie direkt die Haut. Dabei ist sie viel mehr als einfach nur eine gesellschaftliche Notwendigkeit, sondern Ausdruck eines ganz persönlichen Stils. 

Immer mehr Kleidung gekauft

In letzter Zeit scheint der Hunger nach diesem individuellen Ausdruck jedoch unersättlich: Alleine in den Jahren zwischen 2000 und 2014 ist die Textilproduktion um das Doppelte gestiegen. Prognosen gehen davon aus, dass die Produktion bis 2030 um weitere 63 Prozent wachsen wird.

Das ist "Fast Fashion"

Man spricht auch von Fast Fashion, schneller Mode: Um den Hunger nach immer neuen Trends zu stillen, werden ständig neue Kollektionen auf den Markt gespült. Sortimente bei Zara, H&M und Co. wechseln bis zu 24 mal im Jahr. Das hat enorme Auswirkungen auf die Lieferkette: Fertigungszyklen werden kürzer, Lieferfristen enger getaktet, den Druck geben die Fabrikbesitzer an ihre Belegschaft weiter und diese bezahlen dafür mit ihrer Gesundheit und tragischerweise manchmal mit ihrem Leben.

Arbeit in Textilindustrie: oft stundenlange Schichtarbeit

Je mehr konsumiert wird, desto weniger ist man bereit zu zahlen. So wenig ein T-Shirt in der von dieser fast-fashion-infizierten Denkweise auch wert sein mag, den Arbeiter*­innen, die diese Textilien in stundenlanger Schichtarbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen herstellen, wird meist noch weniger Wert beigemessen.

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Natur wird bei Herstellung von Kleidung zerstört

Bis ein Kleidungsstück in den Kaufhäusern und letztendlich im Kleiderschrank landet, hat es einen langen Weg quer über den gesamten Globus hinter sich, auf dem Menschenrechtsverletzungen, Ausbeutung und Natur­zerstörung an der Tagesordnung sind. Kaum eine andere Branche ist so schmutzig, wie die Textilindustrie. Ob der Anbau der Baumwolle, die Gewinnung von synthetischen Fasern oder das Weiterverarbeiten und Nähen – Mensch und Umwelt zahlen einen hohen Preis für den schönen Schein.

Eine Antwort: Nachhaltige Mode

Doch es gibt Hoffnung auf Veränderung. Planet Heimat stellt innovative Konzepte, engagierte Menschen und Alternativen vor, die es möglich machen, eine systematische Veränderung auf allen Ebenen herbeizuführen. Und das Beste daran: Nachhaltige Mode lässt sich nicht nur mit gutem Gewissen tragen, sie sieht auch noch richtig gut aus!

Das ist Slow Fashion

Die Gegenbewegung zum schnellen Konsum heißt "Slow Fashion": Mode, die unter umweltschonenden und menschenwürdigen Bedingungen hergestellt und dann möglichst lange getragen wird. Eine weltweit anerkannte Richtlinie ist der Global Organic Textile Standard, der die gesamte Textillieferkette unabhängig prüft und zertifiziert. Wie man diese zertifizierte Mode erkennt und wo man sie findet, lesen Sie in diesem Themenmonat.

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