Rosenheim auf dem Weg zur Fahrradstadt

Rosenheimer Bürger setzen sich für eine radlfreundliche Stadt ein.
+
Rosenheimer Bürger setzen sich für eine radlfreundliche Stadt ein.

Wie geht es nach dem Radentscheid in der Stadt weiter?

Fast 10 000 Rosenheimer hatten unterschrieben: Im März hat der Stadtrat Rosenheim die Übernahme des Bürgerbegehrens von „Radentscheid Rosenheim“ beschlossen. „Wir freuen uns sehr, dass der Stadtrat die Zeichen der Zeit erkannt hat und Rosenheim zu einer echten Fahrradstadt werden lassen möchte“, sagte damals Armin Stiegler von der Initiative.

Wie steht es nun – ein halbes Jahr nach dem Stadtratbeschluss – um das Vorhaben? Laut Stiegler wurde zunächst ein „Fahrradbeirat“ etabliert, der schon fünf Mal getagt hat. Der Beirat besteht aus dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, dem ökologischen Verkehrsclub Deutschland, den Verkehrs- und Straßenplanern des Tiefbauamts sowie der Verkehrsbehörde und drei Initiatoren des Radentscheids. Alle Beteiligten können Ideen und Vorschläge einbringen und besprechen sich hinsichtlich des rechtlichen Rahmens und der bestehenden Richtlinien. Kürzlich wurde eine Radverkehrsbeauftragte berufen. „Als erste Maßnahme sind zusätzliche Radabstellplätze in der Innenstadt geplant“, so Stiegler. Er macht darauf aufmerksam, dass es zur Umsetzung den politischen Willen braucht, Einschnitte für den Autoverkehr hinzunehmen. Eine große Chance konnte auch an der Kreuzung Kaiser-/Ellmaier-/Frühlingstraße genutzt werden: Gerade noch rechtzeitig wurden hier die Anliegen des Radentscheids bei den Umbaumaßnahmen berücksichtigt.

Ziel: Anteil des Radverkehrs steigern

Entschlossen sieht Stiegler in die Zukunft: „Die Stadt Rosenheim hat das Ziel, bis 2026, den Anteil des Radverkehrs von derzeit 18 auf 26 Prozent zu steigern.“ Für dieses Ziel benötige man mehr Kapazitäten im Tiefbauamt für die Planung, und der finanzielle Spielraum müsse erweitert werden. Für kurzfristige Ergebnisse rät er zu „Pop-up Radwegen“, wie sie in anderen Städten bereits ausprobiert werden, um Erfahrungen zu sammeln. Stiegler betont, dass er und seine Mitstreiter vom „Radentscheid Rosenheim“ im Sinne der Nachhaltigkeit angetreten sind. Sie wollen den CO2-Ausstoß reduzieren und die Gesundheit der Stadtbevölkerung schützen. Dazu gehöre es auch, Verkehrsverstopfungen zu reduzieren. Mehr unter www.radentscheid-rosenheim.de

Kommentare