Reiche Bescherung

Geschenk-Aktionen im Landkreis sorgen dafür, dass es zu Weihnachten für alle Kinder eine Bescherung gibt – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.
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Geschenk-Aktionen im Landkreis sorgen dafür, dass es zu Weihnachten für alle Kinder eine Bescherung gibt – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.

Ein neues Smartphone oder eine teure Spielekonsole – für viele Kinder sind kostspielige Gaben unter dem Christbaum eine Selbstverständlichkeit. Für andere Kinder dagegen ist es etwas Besonderes, wenn sie überhaupt etwas geschenkt bekommen. Denn auch in der Region gibt es viele Familien, die arm sind. Klar, eigentlich sollten beim Fest der Liebe gemeinsame Momente in der Familie oder der Glaube im Vordergrund stehen. Doch wie erklärt man einem Sechsjährigen, dass er im Gegensatz zu all seinen Freunden nichts vom Christkind bekommt? Damit auch Kinder aus armen Familien eine schöne Bescherung erleben können, haben ehrenamtliche Weihnachtswichtel aus der Region tolle Aktionen auf die Beine gestellt.

Wenn in Wasserburg die Fußballer an der Tür klingeln, strahlen die Kinderaugen. Denn die Kicker des TSV 1880 unterstützen in diesem Jahr die Aktion Wunschbaum, mit der Kinder aus Familien mit kleinem Geldbeutel zu Weihnachten beschenkt werden. „Wir brauchen inzwischen schon zwei Transporter, denn einer reicht nicht mehr für all die Geschenke“, sagt Peter Fichter, Vorstand vom Verein „Wasserburger Wunschbaum“.

Herzenswunsch wird erfüllt

Im bereits 17. Jahr der Aktion bekommen heuer 150 Kinder einen Herzenswunsch erfüllt. Darunter: Stifte, Puppen und Puppenwagen, Bücher und vieles mehr. Der Verein ist eng vernetzt mit vielen anderen sozialen Einrichtung der Stadt, darunter etwa die Wasserburger Tafel. Diese Anlaufstellen werden vom Wunschbaum im Laufe des Jahres mit den „Wunschzetteln“ ausgestattet und geben diese an die Kinder weiter. Die notieren darauf ihren Herzenswunsch, der statt an das Christkind an den Verein Wunschbaum geht. „Wir gehen dann einkaufen, überwiegend in den Geschäften in der Stadt“, so Fichter.

In normalen Jahren erfolgt am Heiligabend in den Räumen der Wasserburger Tafel dann die große Bescherung. Das geht diesmal wegen Corona nicht. Daher packen nun die Wasserburger Fußballer an: Sie fahren in den Tagen vor Weihnachten alle 150 Geschenke aus. Und sorgen für strahlende Kinderaugen.

Geschenke für über 400 Kinder

Einen ganzen Tag lang Geschenke einpacken – es gibt Schlimmeres für Azubi Andreas Wechselberger der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling. Nach getaner Arbeit stapelt sich ein ganzer Berg an rot und blau verpackten Päckchen mit bunten Schleifen im Saal des Sparkassen-Hochhauses. Dazwischen sitzen auch einige hellbraune Plüsch-Bären, die auf ihre neuen Besitzer warten. Über 400 Kinder bekommen die Geschenke, deren Familien auf Unterstützung durch die Tafeln angewiesen sind. Sie haben bei der „Wunschzettelaktion“ der Aktion Aufwind mitgemacht.

Die Aktion ist das soziale Hilfsprojekt der Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Sie wurde in Kooperation mit der Diakonie und der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege 2012 ins Leben gerufen und finanziert sich über Spenden. Die Aktion findet zum siebten Mal statt.

Ähnlich wie bei der Aktion in Wasserburg läuft der Kontakt über die Tafeln. Sie verteilen die Wunschzettel an ihre Kunden, deren Kinder füllen aus, was sie von Christkind haben wollen.

Lego, Skateboards und Kuscheltiere

„Hoch im Kurs stehen Spielsachen wie Lego und Autos, Fußbälle, Skateboards oder Kuscheltiere“, so Alexa Hubert, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftungen Zukunft. Bis zu 30 Euro darf der Wunsch kosten.

Danach werden die Stiftungsmitarbeiterinnen zu Weihnachts-Wichteln: Sie kaufen die Geschenke überwiegend im Rosenheimer Einzelhandel. Im nächsten Schritt kommen die Azubis der Sparkasse zu ihrem Einsatz: Mit zahlreichen Rollen Geschenkpapier ausgerüstet, sorgen sie für die weihnachtliche Verpackung der Gaben. Anschließend werden die Geschenke von den Mitarbeitern der Tafel abgeholt, die bei ihrer nächsten Öffnung die Päckchen an die Eltern verteilen. So gelangen Teddybär und Co. unter den Weihnachtsbaum und sorgen für Freude.

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