Radentscheid: Initiative hofft auf rasche Umsetzung

Triftige Argumentefür eine fahrradfreundlichere Stadt: Armin Stiegler mit den 9 500 Unterschriften im Fahrradanhänger, unterwegs zur Übergabe bei der Stadt. Zehentner

Motiviert von 9500 Unterschriften für das Bürgerbegehren Radentscheid hat die Stadt Rosenheim beschlossen, sich für mehr Fahrradfreundlichkeit einzusetzen.

Nach einem ersten Gespräch der Vertreter des Radentscheids mit dem Tiefbauamt wurde klar, dass der geforderte Fahrradbeirat so bald wie möglich eingesetzt wird, um alle relevanten Maßnahmen im Straßenverkehr konstruktiv begleiten zu können.

Der Beirat kann auch konkrete Vorschläge entwickeln. „Das können auch zunächst kleine Verbesserungen sein, die in der Umsetzung einfach und nicht teuer sind“, so Stiegler. Das Wichtigste sei jetzt, dass die Stadt schnell ins Tun komme, um Vertrauen in die Wirksamkeit des Radentscheids aufzubauen.

Positiv ist für Stiegler, dass die Stadt den Radentscheid mit einer klaren Mehrheit befürwortet – und damit auch die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. „Hier gibt es klare Rahmenbedingungen: Mitglieder werden gefördert, sind aber in der Bringschuld, was die Umsetzung von fahrradfreundlichen Maßnahmen angeht.“

Grundsätzlich, so Stiegler, müsse sich aber vor allem in den Köpfen etwas ändern: „Die Leute müssen verstehen, dass ein Wechsel zum Fahrrad viele Vorteile mit sich bringt: Man bewegt sich an der frischen Luft, kann überall stehen bleiben, man hat kein Problem mit dem Parken und es kostet nicht so viel wie ein Auto.“

Insgesamt solle das Thema Verkehr von einem besseren Miteinander geprägt sein. „Es ist nicht gut, wenn sich zwischen Autofahrern und Radfahrern Fronten aufbauen.“ Gegenseitige Rücksichtnahme sei das Gebot der Stunde, so der Landschaftsarchitekt. Dazu gehöre sowohl, dass Autofahrer Rücksicht auf die Zweiräder nehmen, als auch, dass sich Radfahrer an Regeln halten und sich selber stärker disziplinieren.

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