"Planet Heimat" erklärt Jugendlichen und Kindern, was hinter dem Begriff Energie steckt

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"Planet Heimat" zeigt heute, wie Energie entsteht und die Umwelt schützen kann.

Energie - das Wort hören wir bestimmt jeden Tag mehrere Male. Doch was steckt alles dahinter? Ein bisschen Physik, aber auch ganz viele Chancen, unsere Umwelt zu schützen. "Planet Heimat" zeigt dir, wie.

Rosenheim/Mühldorf - Energie ist überall, auch wenn man sie nicht sehen kann. Sie ist überlebenswichtig für Pflanzen, Tiere und Menschen und auch elektrische Geräte funktionieren nicht ohne sie. Energie gibt es in verschiedenen Formen, zum Beispiel als Wärme oder Bewegung; meistens meint man aber Elektrizität, wenn man von Energie redet. Genauer gesagt spricht man von der elektrischen Energie oder auch Strom genannt, die wir täglich nutzen.

Vielleicht weißt du ja auch schon, wie Strom generiert wird: man kann zum Beispiel Kohle, Erdöl oder Erdgas verbrennen, oder man nutzt die Kraft von Wind, Sonne oder Wasser. Mit dieser Energie wird dann ein Generator angetrieben, der dann Strom erzeugt, so wie auch ein Fahrrad­dynamo.

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Erneuerbare Energie - was ist das?

Jedoch ist der Strom aus Kohle, Erdöl und Erdgas ziemlich umweltschädlich. Denn bei der Verbrennung entstehen Treibhausgase wie CO2, die zum Klimawandel führen. Außerdem gibt es nur einen bestimmten Vorrat an diesen Stoffen auf der Erde, der irgendwann aufgebraucht sein wird.

Das ist bei den sogenannten erneuerbaren Energien – also Wasser, Sonne und Wind – anders: Sie produzieren bei der Stromherstellung weder Treibhausgase noch kann man sie aufbrauchen. Trotzdem wird der größte Teil unseres Stroms noch immer aus umweltschädlichen Quellen hergestellt. Was kannst du also tun, um die Umwelt zu schützen? Weniger Energie verbrauchen! Wie das geht, und weitere spannende Infos und Experimente rund ums Thema Energie findest du hier.

Mehr von Planet Heimat: In dieser Folge erfährst du mehr über das Klima und den Klimawandel

Was kann man mit einer Kilowattstunde Strom alles machen?

Der Strom, den wir nutzen, wird gängiger weise mit Kilowattstunde (kWh) bezeichnet und gemessen. In Deutschland kostet ein Kilowatt durchschnittlich circa 31,73 Cent. Und so kann man eine Kilowattstunde Strom nutzen:

  • 50 Stunden lang mit einer 20-Watt-Energiesparlampe leuchten 
  • Drei Tage lang einen Kühlschrank der Effizienzklasse A++ nutzen
  • 70 Tassen Kaffee kochen
  • 15 Hemden bügeln
  • zehn Stunden lang einen Desktop PC benutzen

Strom aus einer Zitrone? Das geht!

  • eine möglichst saftige Zitrone
  • eine Zwei-Cent-Münze
  • eine Unterlegscheibe aus Zink (aus dem Baumarkt, Schraubenabteilung)
  • 2 Büroklammern aus Metall
  • 2 Stückchen dünner Kupferdraht 
  • eine rote Leuchtdiode (aus dem Elektronikfachgeschäft)
Aus einer Zitrone kannst du wirklich Strom erzeugen.


Und so geht’s: Du schneidest zuerst zwei Schlitze mit circa einen Zentimeter Abstand in die Zitrone. In den einen steckst du die Münze, in den anderen die Unterlegscheibe. Dann wickelst du jeweils ein Ende der Drähte um eine Büroklammer. Stecke eine Büroklammer auf die Münze und die andere auf die Unterlegscheibe. Wenn du jetzt die zwei freien Enden der Drähte jeweils mit einem Anschluss an der Leuchtdiode verbindest, wird sie leicht leuchten – es fließt Strom!

Wie bei einer normalen Batterie wird auch hier chemische Energie in elektrische umgewandelt – also Strom. Strom kann man auch als Fluss von kleinsten Teilchen – negativ geladene Elektronen – vom sogenannten Minuspol zum Pluspol beschreiben. In unserem Fall bilden sich Elektronen in der Zitronensäure um die Unterlegscheibe aus Zink herum und fließen durch die Diode zur Kupfermünze.

Ludwigs Tipps Wie nutze ich Strom richtig? 

Ludwig (13), aus Bruckmühl, gibt Tipps für den Umgang mit Strom:

Ludwig aus Bruckmühl hat Tipps, um Energie zu sparen, die wirklich leicht umzusetzen sind.
  • Ökostrom: Frage deine Eltern zunächst, ob sie Ökostrom beziehen: Der kommt nämlich aus erneuerbaren Energiequellen und ist somit viel umweltfreundlicher! Stecker raus: Wenn du ein Elektrogerät nicht mehr brauchst, schalte es ganz aus (Stecker ziehen), denn auch im Standby-Modus verbraucht es sonst noch Strom. 
  • Licht aus: Schalte das Licht aus und ziehe den Stecker, wenn du das Zimmer verlässt oder es durch das Sonnenlicht sowieso schon hell genug ist. 
  • Kühlschrank: Mach den Kühlschrank schnell wieder zu, denn sonst kommt warme Luft hinein. Die Luft wieder zu kühlen braucht viel Energie. 
  • Beim Kochen: Lass immer den Deckel auf dem Topf, damit die Wärme drinnen bleibt, oder noch besser: Schnellkochtopf benutzen. 
  • Beim Einkaufen: Kaufe Mehrweg- statt Einwegflaschen: sie werden wiederverwendet und man braucht keine Energie, um neue Flaschen herzustellen. Außerdem sparst du so auch noch Plastik.

Buchtipp Willi wills wissen: Wie kommt der Strom in die Steckdose? 

Wie genau wird Strom erzeugt und wie kommt er in unsere Steckdosen? Willi will's wissen und lernt dabei Wasserkraftwerke, Windkraft- und Fotovoltaik-Anlagen, Turbinen, Generatoren und Stromleitungen kennen. Ein bunt illustriertes Willi-Sachbuch über Energie und Stromgewinnung. Einfach erklärt, spannend dargestellt. Baumhaus Verlag, Format 27,2 x 20,0 cm, Hardcover, ISBN 9783833927171

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