Themenschwerpunkt Klima & Wetter

Serie "Planet Heimat" erklärt, wie Wetter und Klima entstehen

Planet Heimat Wetter und Klima Titelbild
+
Planet Heimat erklärt in dieser Folge der Serie, wie Wetter und Klima entstehen.

Wenn Menschen heute über das Klima sprechen, dann meinen sie meistens das Wetter. Es gibt jedoch einen Unterschied. "Planet Heimat" erklärt ihn und liefert Hintergründe zum Klimawandel.

Das Wetter beschreibt einen kurzfristigen Zustand der Atmosphäre zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort. Niederschläge und auch Sonnenschein zählen zu den Wetterelementen. Außerdem: messbare Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchte, Luftdruck und Windstärke. 

Das steckt hinter dem Begriff Klima

Klima dagegen ist ein langfristiger Zustand, gemessen am Verlauf des Wetters in einem bestimmten Gebiet über einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren. So entstehen Klimadaten, die langfristige Entwicklungen in geografischen Gebieten abbilden. 

Diese werden in Klimazonen zusammengefasst. Deutschland befindet sich zum Beispiel in der kühlgemäßigten Klimazone, während Länder am Äquator sich in der tropischen Klimazone befinden. Andere Klimazonen sind die Subtropen, die Subpolargebiete und Polargebiete.

Die Gefahr des Klimawandels ist in aller Munde. Einfach ausgedrückt handelt es sich um eine schleichende Veränderung der Wetterlage im globalen Maßstab und über einen langen Zeitraum. 

Klima und Kohlenstoffdioxid

Den größten Einfluss auf diese Veränderung, so Experten, nehmen die Menschen ein. Eine massive Emission von Kohlenstoffdioxid durch Verbrennung von fossilen Energieträgern in Kombination mit Abholzung von Wäldern führt zu einer Verstärkung des globalen Treibhauseffektes und dies wiederum zur stetigen Erwärmung der Erdtemperatur mit fatalen Folgen.

Veränderungen seit der Industrialisierung

Wie stark sich der Anteil von Kohlendioxid seit der Industrialisierung verändert hat, zeigt diese Grafik. Gemessen wird er in ppm, parts per million, also einem Millionstel Volumenanteil.

Der Gehalt von Kohlendioxid in der Atmosphäre.

Weitere Folgen der Serie "Planet Heimat": Faire Mode aus der Region und "Planet Heimat" für Kinder zum Thema Landwirtschaft

Länder produzieren unterschiedliche Mengen CO2

Wie viel Kohlendioxid auf der Welt ausgestoßen wird, ist keinesfalls gleich verteilt. Hier sieht man, wieviele Tonnen verschiedenen Länder im Jahr 2017 ausstießen.

Länder stoßen unterschiedliche Mengen an Co2 aus.

Unter anderem verursacht CO2 eine Erwärmung der Meere.

Nicht nur die Temperatur, auch der Spiegel des Meeres hat sich gewandelt. Der Wert für die Veränderung zwischen 1993 und 2017 zeigt dies an.

Auch die Dicke des grönländischen Eisschilds hat sich verändert.

Unter anderem durch das Ansteigen des Meeresspiegels geht im Klimawandel auch Land verloren. Die Fläche lässt sich beziffern.

Klimawandel verändert Erde auch an Land

Doch nicht nur die Meere verändern sich. Auch an Land steht die Erde unter dem Einfluss des Klimas. So haben sich die Eismengen der Gletscher verringert. Hier: Zahlen, die den Schwund von Gletschermasse seit 1980 zeigen.

Auch Feuchtgebiete sind zurückgegangen: um 85 Prozent.

Einen Einfluss auf den Kohlenstoffdioxid-Gehalt in der Atmosphäre haben auch Wälder, insbesondere die Regenwälder. Wie viel ihrer Fläche seit 1980 abgeholzt wurde, zeigt die Folgende Grafik:

 

Die Erderwärmung ist auch verantwortlich dafür, dass die Tierarten aussterben. Verändert sich die Landschaft, in der sie heimisch sind, können sie sich nicht immer anpassen.

Auch Nutztiere sind betrofffen. 

Wenn Insekten aussterben, die Pflanzen bestäuben, hat der Klimawandel auch wirtschaftliche Folgen.

Der Klimawandel verändert die durchschnittlichen Temperaturen, auch in Deutschland. Es ist wärmer geworden.

Eine weitere Möglichkeit, den Klimawandel sichtbar zu machen, ist es, die Menge heißer Tage und die sogenannten Eistage zu betrachten. In Deutschland ist dabei eine Veränderung zu beobachten.

Das wird dem Klimawandel entgegengesetzt

Die gute Vorhersage Um diesen fatalen Veränderungen im Wetter und Klima entgegenzuwirken, haben sich 184 Länder und die EU im Pariser Abkommen 2015 dazu verpflichtet, die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts möglichst unter 1,5°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu halten.

Bis 2030 will man gemeinsam eine Treibhausgas-Emissionsreduktion von mindestens 40% verglichen mit 1990 erreichen.

Weitere Informationen auf der Webseite des Bundesministeriums für Umwelt.

Daten & Fakten aus der Region

Regionale Juni-Hitzerekorde: 35,4°C in Mühldorf am Inn; 25,7°C auf dem Wendelstein

Inn: 1,5°C wärmer 

Die Wassertemperatur des Inns, an der Stelle Rosenheim gemessen, ist seit 1980 bis heute durchschnittlich um 1.5°C gestiegen.

2013 Hochwasser: Verheerendes Hochwasser in Kolbermoor und Rosenheim nach bereits mehreren Mangfall-Überschwemmungen

2019: Schnee 

Enorme Schneelasten gefährdeten die Dächer der Region

Hitze und Trockenheit bedrohen einheimische Biotope, zum Beispiel die Moore der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte

Kommentare