Kurze Lebensdauer

Elektro-Roller fertig zum Starten. Pixabay

E-Roller verfehlen ihre Berechtigung als nachhaltige Alternative zum Auto

Seit letztem Sommer und bis vor Corona düsten E-Roller durch deutsche Städte. Sie waren als nachhaltige Alternative zum Auto und zum Zurücklegen des „letzten Kilometers“, also der Strecke etwa zwischen Bahnhof und Arbeitsstelle gedacht. Diese Bestimmung haben sie laut Beratungsunternehmen Civity verfehlt. Gerade in Großstädten werden die Flitzer eher als Freizeitvergnügen genutzt. Alarmierend sind Zahlen aus den USA, nachdem die durchschnittliche Lebensdauer eines Rollers gerade mal 28 Tage beträgt. In Deutschland sieht die Situation etwas besser aus: zwölf bis 16 Monate überleben laut Verleihfirma Bird deren Modelle. Grund für das schnelle Ableben sei die mindere Qualität, die den Belastungen der täglichen Nutzung nicht gewachsen sei, und die der unachtsame Umgang.

Negativ auf die Umweltbilanz wirkt sich die CO2-intensive Produktion aus, die vor allem in Asien stattfindet. Demnach müsse ein Roller mindesten drei bis vier Jahre im Einsatz sein, um den ökologischen Rucksack abzulegen. Problematisch ist auch das Aufladen. Der Strom hierfür stammt in der Regel nicht aus erneuerbaren Energien.

Fazit: Wer einen Roller dauerhaft als Ersatz für das Auto in Kombination mit dem ÖPNV nutzt, kann nichts falsch machen. Hier empfiehlt sich jedoch die Anschaffung eines eigenen Exemplars. Als Spaßmacher in der Freizeit schadet er mehr.

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