Das kommt ja gar nicht in die Tüte!

Die nimm´s lose-Gründer.

Jeder kennt es: Nach dem Einkauf im Supermarkt häuft sich ein Müllberg von Plastiktüten und Kartonagen in der Küche. Das muss nicht sein, dachten sich Alexandra und Christian Stibane, und haben in der Rosenheimer Gillitzerstraße den „nimm’s lose“-Bioladen gegründet. Im Interview erzählen sie von ihrer Motivation.

Erzählt mal, was ist das für ein Geschäft?

Alexandra und Christian Stibane: Wir haben einen Bioladen, in dem man unverpackt einkaufen kann. Das bedeutet, unsere Kunden kommen mit eigenen Gefäßen zu uns, ermitteln per Kundenwaage das Leergewicht, befüllen sich ihre Behälter in beliebiger Menge und kaufen somit nur soviel wie nötig. Auf diesem Wege spart man nicht nur Einwegverpackung, sondern vermeidet sogar Lebensmittelverschwendung.

Was war die größte Herausforderung?

Stibane: Es war viel Arbeit, die passenden Produkte und Produzenten zu finden, die unseren Ansprüchen gerecht wurden. Insbesondere auf Verpackung, Gebindegröße und Regionalität wollten wir achten.

Was ist die Besonderheit eurer Produkte?

Stibane: Etwa 70 Prozent beziehen wir regional und direkt. Für die restlichen Güter haben wir Partner gefunden, die Wert auf fair gehandelte Produkte legen. Ein kleiner Teil kommt aus einem regionalen Großhandel. Die Lieferwege bleiben kurz und der Müll reduziert sich für uns beim Einkauf enorm.

Wie beeinflusst das Geschäft euer Privatleben?

Stibane: Auch im Privatleben sind wir ständig auf der Suche nach neuen regionalen Produkten. Erfreulicherweise zeigt sich bei unseren beiden Söhnen, dass sie sehr aufmerksam sind wenn es um Müll oder Mülltrennung geht. Wir wollen als gutes Beispiel für unsere Kinder vorangehen.

Wie geht ihr mit Corona um?

Stibane:Hygiene war, ist und bleibt ein wichtiges Thema. Schon bei der Planung haben wir ein Hygienekonzept bei der zuständigen Behörde vorgelegt. Dieses beinhaltet das tägliche Desinfizieren aller Oberflächen und das Reinigen der Abfüllhilfen mehrmals täglich. Mitgebrachte Behälter müssen sauber sein. In der aktuellen Situation bestehen wir zusätzlich darauf, dass sich jeder nach Betreten des Ladens 30 Sekunden mit Seife die Hände wäscht. Pham

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