Was ist im Garten erlaubt?

Biomüll auf dem Komposthaufen. Pixabay

Pflanzen, Fällen, Kompostieren: Was darf man im Garten eigentlich?

In Teil zwei der Serie klären die Gartenfachberater vom Landratsamt Rosenheim über Bäume und Co. auf.

Darf man nach Belieben Bäume pflanzen?

Ja, sofern der Grundsatz der nachbarschaftlichen Rücksichtnahme, der sich aus § 242 BGB ableitet, nicht verletzt und die Vorschriften zum Grenzabstand der Pflanzen eingehalten werden: „Der Eigentümer eines Grundstücks kann verlangen, dass auf einem Nachbargrundstück nicht Bäume, Sträucher oder Hecken, Weinstöcke oder Hopfenstöcke in einer geringeren Entfernung als 0,50 Meter oder, falls sie über zwei Meter hoch sind, in einer geringeren Entfernung als zwei Meter von der Grenze gehalten werden.

Darf man Bäume fällen?

Ja, wenn die Verfügungsgewalt über die Bäume nicht beschränkt wird durch eine gemeindliche Baumschutzsatzung, einen Bebauungsplan, einen Freiflächengestaltungsplan zum Bauplan, den Status des Baumes als „Naturdenkmal“ oder Vorschriften des naturschutzrechtlichen Artenschutzes.

Darf man einen Komposthaufen anlegen und was darf man darauf werfen?

Ein Kompost darf überall im Garten angelegt werden, wenn durch seine Emissionen der Nachbar nicht gestört wird. Ein Kompost ist keine Müllkippe, auf die etwas achtlos geworfen werden kann. Kompostierung ist der Kunst, organisches Material, das im eigenen Garten anfällt, rückstandslos und natürlich zu Recyceln. Ein Kompost, der stinkt, ist falsch zusammengesetzt. Essensreste haben auf dem Kompost nichts zu suchen, weil dadurch Nager angelockt werden.

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