Der Frühling ruft – ab aufs Rad!

Sicherheit geht vor: Mädchen mit Fahrradhelm. Pixabay

Krokusse schieben ihre Köpfe aus der kalten Erde, die Frühlingssonne schickt ihre ersten wärmenden Strahlen und Vögel zwitschern. Wer nicht in Quarantäne ist, darf auch während der Ausgangsbeschränkungen Rad fahren – alleine oder mit einer anderen im Haushalt lebenden Person. Doch Vorsicht: Das Fahrrad sollte nach der Winterpause auf seine Verkehrstüchtigkeit geprüft werden.

Mario Stützl, Vorsitzender des Kreisverbandes Rosenheim vom Allgemeinen Fahrrad-Club (ADFC), empfiehlt deshalb einen Check, bevor es auf den Drahtesel geht. Am Anfang steht der Frühlingsputz. Mit Wasser, Schwamm und Spülmittel wird dem Rad zu neuem Glanz verholfen. Dann erkennt man auch Risse und Verformungen an Rahmen und Reifen besser.

„Wichtig ist es, alle Schrauben festzuziehen, die Bremsen zu testen und die Kette mit Öl und Kettenfließfett einzuschmieren. Rostet die Kette, kann sie während der Fahrt abfallen oder sogar brechen“, erklärt Stützl. Im Wesentlichen müssen Beleuchtung, Schaltung, Bremsen und Reifen funktionieren. Ist man sich nicht sicher, lässt man lieber einen Profi im Fachgeschäft ran.

Dann der letzte Check: Sind helltönende Klingel, zwei voneinander unabhängige Bremsen, und zwei feste Pedale vorhanden?

Wichtig ist die Beleuchtung. Vorgeschrieben sind ein weißer Frontscheinwerfer, ein rotes Rücklicht – das kann auch batteriebetrieben sein – und gelbe Speicherreflektoren. Weiteres Ausrüstungselement ist der Helm. Der ist in Deutschland zwar nicht Pflicht, aber absolut empfehlenswert, da er den besten Schutz vor schwerwiegenden Kopfverletzungen bei einem Unfall bietet. Der Helm sollte vor dem Kauf unbedingt anprobiert und vor dem ersten Gebrauch passend für die Kopfgröße eingestellt werden. Wenn er zu locker ist, ist die Schutzwirkung gegebenenfalls nicht gegeben.

Vorsicht beim Alkoholkonsum: Wer mit mehr als 1,6 Promille erwischt wird, muss um seinen Führerschein fürchten. Unbehelligt bleiben Radler beim Musikhören, jedoch muss der Straßenverkehr ausreichend wahrgenommen werden. Auch das Gassi radeln mit dem Hund ist kein Problem. Die Leine sollte aber nur lose in der Hand gehalten werden, dann kann sie in einer Gefahrensituation schnell losgelassen werden. Grundsätzlich gehören Radler auf die Straße, es sei denn ein Radweg ist ausdrücklich durch ein Schild gekennzeichnet. Ist dieser nicht befahrbar, etwa durch Verschmutzungen, parkende Autos oder Mülltonnen, darf auf die Straße ausgewichen werden – nicht auf den Gehweg. Wird ein Radweg trotz Schild nicht oder in die falsche Richtung benutzt, droht ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro.

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