Was ist erlaubt?

Hühnerhaltungim Garten. Pixabay

Die Gartensaison ist eröffnet. Aber was darf man im Garten eigentlich?

Da ist Streit vorprogrammiert: Der Nachbar lässt seinen Garten verwahrlosen, der Kompost stinkt und jetzt hat er sich auch noch Hühner angeschafft! Nicht nur im Sinne der nachbarschaftlichen Harmonie, sondern auch laut Gesetzbuch ist nicht alles im eigenen Garten erlaubt. Erstaunlich vieles aber schon. Was man im Garten darf, und was nicht, erläutern die Gartenfachberater des Landratsamtes Rosenheim in dieser kleinen Serie. Heute: von tierischen Mitbewohnern und nassen Freuden.

Darf ich Hühner, Schafe oder Ziegen halten?

Ja, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt werden: Nutztierhalter müssen beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Betriebsnummer beantragen. Damit wird die Tierhaltung erfasst. Das Amt gibt die Informationen an das Veterinäramt weiter, damit dieses im Seuchenfall die Tierhalter benachrichtigen kann. Schafe und Ziegen werden einzeln erfasst und bekommen Ohrmarken zugewiesen, Geflügel nach Zahl und Bienen nach Völker. Wer Tierhalter ist, muss das Tierschutzgesetz beachten. Wer ein Tier halten möchte, braucht fachliche Kenntnisse, eine artgerechte Unterbringung, Flächen zur Beweidung und muss eine angemessene Ernährung und Pflege sicherstellen. In dichten Siedlungsgebieten ist die Frage zu klären, inwieweit sich der Nachbar gestört fühlen könnte. Zu diesem Thema gibt es kuriose Urteile, etwa dazu, wann und wie lange ein Gockel krähen darf.

Darf ich einen Teich anlegen?

Ein kleiner Teich auf Folie oder mit einer entsprechenden handelsüblichen (Kunststoff)-Wanne ist nicht genehmigungspflichtig. Teiche und kleine Seen, die Anschluss ans Grundwasser haben, brauchen eine wasserrechtliche Genehmigung. Wer mit der Anlage eines Teiches in seinem Garten liebäugelt, sollte sich fragen, wer haftet, wenn ein Kind in diesen Teich fällt.

Vorsicht: In einem gemieteten Garten können spezielle Regelungen gelten. khe

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