Eigenen Strom ernten

Solaranlage auf einem Dach.
+
Solaranlage auf einem Dach.

Nicht nur Eigenheimbesitzer, auch immer mehr Mieter legen sich eine Solaranlage zu. Denn Solarstrom ist günstiger als jeder Stromtarif und kann sogar mit Minianlagen am Balkon lohnend sein.

Wer in einem Eigenheim wohnt, kann mit einer Solaranlage auf dem Dach sparen, denn der selbst erzeugte Solarstrom kostet je nach Stromanbieter nur halb so viel wie der Strom aus dem Netz und deckt etwa ein Drittel des eigenen Bedarfs, mit einem Batteriespeicher sogar fast die Hälfte. Darüber hinaus kann man den Strom, den man nicht selbst verbraucht, ins öffentliche Netz einspeisen.

Kleinstanlage auf dem Balkon

Doch auch für Mieter ist eine Solaranlage interessant: Eine Kleinstanlage kann auf dem Balkon Strom erzeugen und helfen, die Stromkosten zu senken.

Für ein Ein- oder Zweifamilienhaus reicht in der Regel eine Solaranlage mit einer Größe von fünf bis zehn Kilowatt (kW) Leistung. Dafür liegt die Investitionssumme bei durchschnittlich rund 10 000 Euro, wobei es zahlreiche Förderprogramme gibt.

Bedingungen

Ob eine Baugenehmigung nötig ist, erfährt man beim zuständigen Bauamt. Die Solarstromanlage muss beim Stromnetzbetreiber angemeldet werden, der auch den Überschussstrom abnimmt. Dies übernimmt in der Regel der Installateur der Anlage. Darüber hinaus muss die Solaranlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Da Hersteller die Garantie der Anlagen von einer fachgerechten Montage abhängig machen, raten Experten der ARAG-Versicherung von der eigenständigen Montage ab.

Selbst erzeugter Strom kostet etwa zehn bis 14 Cent pro Kilowattstunde bei Anlagen bis maximal zehn Kilowatt Leistung. Strom aus dem Netz schlägt dagegen mit rund 30 Cent zu Buche, weil hier Steuern, Umlagen, Abgaben und Entgelte hinzugerechnet werden müssen. ARAG

Kommentare