THEMENSCHWERPUNKT IM NOVEMBER: DIGITALISIERUNG

Surfen schadet der Umwelt

Planet Heimat Digitalisierung Auftakt Aufmacherbild
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Digitalisierung: Schwerpunkt bei Planet Heimat im Monat November.

Die Digitalisierung bietet Chancen und eröffnet viele Möglichkeiten. Viele monotone Prozesse und aufwendige, händische Arbeiten gehören der Vergangenheit an. Im Alltag und Beruf sind digitale Programme nicht mehr wegzudenken und Apps vereinfachen das Leben.

Was jedoch in der öffentlichen Diskussion noch recht wenig Beachtung findet, ist der Einfluss der Digitalisierung auf die Umwelt und das Klima. Denn auch virtuelle Daten und Programme brauchen physische Trägermedien, wie Computer und Smartphones, die mit echten Rohstoffen hergestellt und mit Strom versorgt werden müssen. Mit spannenden Zahlen und Fakten zeigt Planet Heimat einen Querschnitt durch den Sektor Digitalisierung.

Hardware am Beispiel Smartphone

So lange wird ein Smartphone in Deutschland genutzt.
Diese Metalle werden verbaut.
Ungenutzte Smartphones.
CO2-Emissionen

Daten und Kommunikation

Das weltweite Datenaufkommen.
Datenmenge: Höher als die Entfernung zwischen Erde und Mond.
Der Stromverbrauch im Internet.
So viele Emails werden versendet.

Deutschland und Region

Sehr guter Netzausbau.

Netflix, Amazon Prime & Co.

  •  Datenvolumen: Die Datenmengen durch Video-Streaming-Dienste machen bereits 58% des gesamten Datenvolumens im Internet aus.
  •  Jährlicher Stromverbrauch: 200 Mrd. kWh
    Dies entspricht etwa der gesamten Strommenge aus allen regenerativen Quellen in Deutschland.
  •  Jährliche CO2-Emission: 332,8 Megatonnen
    Dies entspricht etwa der gesamten Emissionsmenge von Spanien.
    Eine Stunde Video-Streaming produziert so viel CO2 wie ein Kilometer Autofahren.

Google

  •  Suchanfragen pro Minute: 3,8 Mio.
  • Stromverbrauch: 2015 verbraucht Google 5,7 Terawattstunden für seine Rechenzentren. Das war zum damaligen Zeitpunkt der jährliche Energiekonsum der Stadt San Francisco.
  •  CO2-Emission: Das Nutzen von Google stößt 500 kg CO2 pro Sekunde aus – das wären etwa 10 Gramm pro Anfrage. Man bräuchte 23 Bäume, um das zu kompensieren.
  • Google ist für etwa 2% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Das ist mehr als die gesamte Luftfahrtindustrie.

YouTube

  •  YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine weltweit und die am häufigsten besuchte Seite nach Google.
  •  Video-Uploads: 400 Stunden Videomaterial pro Minute.
  •  Videokonsum: 5 Billionen Videos pro Tag; das entspricht etwa 1 Mrd. Stunden.
  • Jährliche CO2-Emission: etwa 11,13 Mio. Tonnen. Das ist so viel wie ganz Frankfurt am Main produziert.

Green IT

  • FairPhone: www.fairphone.com
  • ·        Ein nachhaltig produziertes, langlebiges, modulares und reparierbares Smartphone.
  • ·        Ziel ist es, die Elektronikindustrie fairer und nachhaltiger zu gestalten – von der verantwortungsbewussten Materialbeschaffung bis zum Wohlergehen der Arbeitskräfte.
  • Better Stream: www.betterstream.de
  • ·        Berliner Plattform für nachhaltigen Medienkonsum.
  • ·        Kostenlose Filme und Podcasts zu Themen wie Umweltschutz, gesellschaftlicher Wandel und persönliche Entwicklung.
  • ·        Der Streaming-CO2-Fußabdruck wird möglichst durch finanzielle Beteiligung an Klimaschutzprojekten kompensiert.
  • Ecosia: www.ecosia.de
  • ·        Eine sogenannte grüne Suchmaschine – funktioniert wie Google, jedoch finanziert das Unternehmen mit seinen Einnahmen die Bepflanzung von Bäumen weltweit.
  • ·        Mit ca. 45 „Suchen“ wird ein Baum finanziert.
  • ·        Seit der Gründung 2009 in Berlin wurden bereits rund 108.000.000 Bäume gepflanzt. (Stand 20. September 2020)

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