Achtung Baustelle!

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Themenschwerpunkt im Oktober: Bauen und Städteplanung

Weißt du eigentlich, wie Häuser in Deutschland gebaut werden? Es gibt heutzutage viele verschiedene Arten. Die meisten Häuser in Deutschland bestehen aus den Materialien Sand, Zement und Beton. Diese haben sich bisher sehr gut bewährt, weil sie vielseitig nutzbar, stabil und für lange Zeit beständig sind. Jedoch sind sie leider auch sehr klimaschädlich, weil viele Rohstoffe und große Mengen Energie notwendig sind, um sie herzustellen. Der Bausektor gehört mittlerweile zu den umweltschädlichsten Bereichen überhaupt.

Aber weil die Bevölkerung in Zukunft immer weiterwächst, wird immer mehr Wohnraum benötigt. Es wird also weitergebaut, die Städte wachsen. Deshalb ist es umso wichtiger, beim Bauen auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu achten. Kluge Köpfe entwickeln alternative Stoffe und Baumethoden, die weniger Ressourcen verbrauchen und genauso stabil sind. Aber was benötigt man denn überhaupt zum Bauen? Auf dieser Seite führen wir dich ein wenig durch die Grundlagen des Bauens.

Herkömmliche Baustoffe

Ton

•Ton ist ein natürlich vorkommendes Material, das trocken so fein wie Puderzucker ist. Es besteht aus ganz kleinen Mineralien.

•Mit Wasser vermischt ist er wie Knete und man kann daraus zum Beispiel Geschirr oder Figuren formen. Im Ofen wird er dann gehärtet.

Lehm

•Lehm ist ein Gemisch aus Sand, Ton und anderen feinen Mineralien.

•Lehm wird schon seit 10000 Jahren zum Bauen verwendet.

•Auch heute noch lebt ein Drittel der Weltbevölkerung in Lehmhäusern.

Sand

•Sand ist mit Abstand das meistgenutzte Material beim Bauen überhaupt.

•Nur wenige Sandarten sind geeignet, meistens der aus dem Meer.

•Sand wird deshalb sehr knapp. Es sind schon ganze Strände verschwunden.

Zement

•Zement ist der meist verwendete Werkstoff beim Bauen überhaupt. Dort ist er ein Bindemittel, das heißt, er hält andere Materialien zusammen.

•Er besteht aus natürlichem Kalkstein und Ton, die mit anderen Materialien im Ofen verschmolzen werden.

Beton

•Beton wird überwiegend aus Zement, Wasser und sogenannter Gesteinskörnung, also kleinen Steinen oder Sand, hergestellt.

•Beton ist sehr stabil und wird somit fast überall beim Häuser- und Straßenbau verwendet.

Nachhaltige Baustoffe

Holz

•Holz ist vielseitig nutzbar – für Möbel bis zu ganzen Häusern. Holzhäuser bieten hohen Wärmeschutz und ein angenehmes Raumklima.

•Es ist leicht zu verarbeiten und durch einige Methoden anpassbar, zum

Beispiel kann es wasser- und feuerfest gemacht werden.

Bambus

•Bambus ist eine schnell wachsende Pflanze, die mehr Sauerstoff als andere Pflanzen produziert und große Mengen an CO2 bindet.

•Seine Reißfestigkeit kann mit der von Stahl gleichgesetzt werden, ihr Härtegrad entspricht dem von Eichenholz.

Holz und Bambus gehören zu den nachwachsenden Rohstoffen. Wenn einheimische Pflanzen zum Bauen verwendet werden, sind außerdem die Transportwege gering und es wird weniger Energie verbraucht.

Ludwigs Tipp: Ein Tipi in deinem Zimmer

Ein Tipi ist ein Zelt, das die nordamerikanischen Indianer

damals gebaut haben. Es ist zum Reisen ideal, weil es schnell auf- und abgebaut werden kann. Die Indianer haben dazu Tierfelle als Abdeckung genutzt. In dieser Anleitung zeigt dir Ludwig, wie du so ein Tipi ganz leicht in deinem Zimmer bauen kannst.

Material:

•Sechs Holzstäbe, jeweils zwei Meter lang und zwei Zentimeter dick

•Zwei mal 50 Zentimeter lange Kordschnur

•Ein Bettlaken, das du nicht mehr benötigst

•Eine große Sicherheitsnadel

1. Schritt:

Nimm alle Holzstiele gerade zusammen und wickle die erste Kordschnur mehrmals um das obere Ende der Holzstiele. Lass zum oberen Ende der Stiele 20 bis 25 Zentimeter Abstand und binde die Schnur nicht zu stramm.

2. Schritt:

Klappe die Stiele rundherum jeweils ein Stück nach außen. Am besten immer zwei parallel, um dem Gerüst einen guten Stand auf dem Boden zu verleihen.

3. Schritt:

Wenn die Tipi-Basis soweit sicher auf dem Boden steht, dann wickle die zweite Kordschnur direkt unter die erste Schnur im zickzack durch die Stäbe, um das Gerüst noch stabiler

zu machen.

4. Schritt:

Umwickle das Gerüst mit dem Laken und halte es mit der Sicherheitsnadel oben an der Verschnürung zusammen.

Viel Spaß!

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