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AUF EINEM GRUNDSTÜCK IN ROTT BISLANG 120 NAGER GEFUNDEN

Meerschweinchen-Alarm im Rosenheimer Tierheim

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120 Meerschweinchen haben Mitarbeiter des Tierheims Rosenheim am Sonntagnachmittag auf einem Grundstück in Rott gefangen. Nachbarn hatten das Tierheim verständigt, weil der Grundstückseigentümer nach einem Schlaganfall ins Krankenhaus gebracht worden war und sich niemand um die Tiere kümmerte. Vermutlich halten sich noch etliche weitere Tiere auf dem Grundstück auf.

Rott/Rosenheim – Eine Nachbarin hatte bereits einige Meerschweinchen und einige Kaninchen eingefangen, ehe sie den Notruf absetzte. Daraufhin machten sich sechs Mitarbeiter des Tierheims mit Transportboxen auf dem Weg nach Rott. Das große, verwinkelte Grundstück mit Schupfen, Holzstapeln und Büschen bot den kleinen Nagern zahlreiche Versteckmöglichkeiten. Die Tierheimmitarbeiter waren bei drückender Hitze über Stunden beschäftigt, rund 120 Tiere aus ihren schattigen Ecken zu locken.

Nach Einschätzung von Andrea Thomas, Vorsitzende des Rosenheimer Tierschutzvereins, muss der Besitzer schon einige Zeit überfordert gewesen sein und hatte sich nicht mehr ausreichend um seine Tiere kümmern können: „Eine beachtliche Anzahl der Tiere ist krank, hat Ekzeme oder Verletzungen und es waren auch jede Menge trächtige Tiere dabei.“ Noch immer befinden sich etliche weitere Meerschweinchen auf dem Grundstück. Sie sollen in den nächsten Tagen eingefangen werden.

So viele Tiere überfordern auch das Tierheim, zumal das Kleintierhaus bereits voll besetzt ist, da in den vergangenen Wochen zahlreiche ausgesetzte Meerschweinchen gefunden wurden. Ein Münchener Tierschutzverein hat den Rosenheimern glücklicherweise gleich 50 Tiere abgenommen. Auch der Landesverband Bayern des Deutschen Tierschutzbunds hat seine Hilfe angeboten und wird in den nächsten Tagen eine Anzahl Tiere abholen. „Wir sind sehr froh, dass die Zusammenarbeit im Verbund so gut funktioniert. Allein kann man eine solche Zahl von Tieren gar nicht stemmen“, so Thomas.

Noch am Sonntagabend wurden die Tiere nach Geschlechtern getrennt, um weitere Schwangerschaften zu verhindern. Mindestens neun Weibchen sind bereits trächtig und werden dem Tierheim in den nächsten Wochen noch mal kräftig Nachwuchs bescheren.

Mitarbeiter müssen bezahlt, Tiere gefüttert und medizinisch versorgt werden. „Für uns ist das ein riesiger Kraftakt – auch finanziell“, sagt Thomas. Ob das Tierheim die Kosten vom Eigentümer ersetzt bekommt, ist mehr als fraglich. Im schlimmsten Fall bleibt das Tierheim auf den Kosten sitzen. Spenden für diesen Notfall sind deshalb willkommen. Die Kontodaten findet man unter www.tierschutzverein-rosenheim.de. ku

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