Zeichen gegen Rassismus, Hass und Menschenfeindlichkeit gesetzt

Absage an Rassismus:Auch in Wasserburg kam es zu einer Mahnwache. Rieger

Mit Mahnwachen in Rosenheim, Stephanskirchen und Wasserburg haben viele Menschen in der Region nach der Gewalttat von Hanau ein Zeichen gegen Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Terror gesetzt.

Rosenheim/Wasserburg – Mehrere Hundert Rosenheimer versammelten sich am Sonntagabend auf Initiative der ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Angelika Graf und des SPD-Stadtrats Abuzar Erdogan rund um den Nepomukbrunnen am Max-Josefs-Platz. Alle Redner – darunter Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und zahlreiche OB-Kandidaten – waren sich dabei einig: Die Gesellschaft müsse sich jetzt geschlossen gegen Ausgrenzung und Terror stellen.

Was mit Wutbürgertum, Diskriminierungen im Alltag und einer aufgeheizten Stimmung begann, habe nun zu grauenhaften rassistischen Terrorakten geführt. Die Morde von Hanau bedeuteten bereits das dritte Attentat in nur neun Monaten. Das tiefe Mitgefühl gelte den Angehörigen der Opfer, die verzweifelte Ehepartner, Kinder, Eltern und Geschwister hinterlassen.

In Wasserburg waren am Freitagabend gut 100 Bürger dem Aufruf des Bündnisses wasserburg.bunt gefolgt. Sie fanden sich vorm Rathaus ein, um der Hanauer Opfer zu gedenken und kollektive Trauer zu zeigen. Darunter war auch Jamila Schäfer, die stellvertretende Grünen-Bundesvorsitzende. Sie verlas nach einer Absage an Rassismus und die Über höhung eines völkischen Kollektivs die Namen der Han auer Opfer. Bürgermeister Michael Kölbl stellte he raus, dass in Wasserburg Menschen aus 90 Nationen, also unterschiedlichste Kulturen und Religionen, friedlich zusammenleben. ls/kri

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