Bad Aiblinger AfD-Politiker Winhart über Merkel: "Hinter Gitter wäre besser"

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Es ist nicht das erste Mal, dass sich der AfD-Abgeordnete im Ton vergreift. Andreas Winharts Post über die Kanzlerin war auch diesmal schnell wieder gelöscht – aber da war die Empörung schon groß.   

Update 24. März

Pöbel-Attacke gegen Merkel: AfD-Abgeordneter sucht Schuldigen

Rosenheim – „Als ich’s entdeckt hab, hab ich’s sofort gelöscht und mich entschuldigt“: So antwortete der Rosenheimer AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Winhart auf Nachfragen der OVB-Heimatzeitungen, wie es zu dem Tweet über Bundeskanzlerin Merkels Corona-Quarantäne gekommen war. Auf Andreas Winharts Twitter-Account war unter den Stichworten „Merkel“ und „Quarantäne“ zu lesen gewesen: „Gut, hinter Gitter wäre besser, aber is ja schon mal ein Anfang.“ Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) bezeichnete die Äußerungen als „völlig inakzeptabel“.

Winhart solle sich öffentlich entschuldigen. 

Leser kommentieren auf Facebook-Seite der OVB Heimatzeitungen

Der Tweet wurde auch über Facebook weit verbreitet, die Reaktionen waren erbost. „Bitte überprüfen Sie jetzt endlich ernsthaft Ihre psychischen und charakterlichen Fähigkeiten für ein politisches Amt“ schrieb ein Leser und sprach damit für viele. 

Richtig erklären kann oder will Winhart den Tweet aber nicht. Er sei nicht der Urheber gewesen, auf die Frage des OVB, wer denn dann in Frage kommen solle, antwortete er: „Gute Frage, dem werden wir nachgehen.“ 

Nicht die erste Entgleisung

Warum nur kam vorher niemand auf die Erklärung mit dem Unbekannten? Weil Winhart schon öfter in der gleichen Richtung entgleist war. Der AfD-Politiker hatte auch mal empfohlen, Retter von Flüchtlingen in Seenot „im Mittelmeer zu versenken“. Zitate aus Ansprachen mit Tweets zu vergleichen, das sei, so ließ er das OVB wissen, sei wie „Äpfel mit Birnen zu vergleichen“. 

Andreas Winhart ist weiterhin auf Twitter unterwegs. Unter anderem steht dort: Wer wegen seiner Aussagen „keinen Funken Einsicht zeigt“ solle „zu Hause bleiben“. In Quarantäne wünscht Winhart damit nicht sich oder den unbekannten Zwitscherer aus seinem Büro, sondern den aus der AfD gefeuerten Wolfgang Gedeon. 

Erstmeldung 23. März

Hämischer Twitter-Post von Winhart schlägt Wellen

Rosenheim - Eine Twitter-Äußerung des AfD-Abgeordneten Andreas Winhart zur Corona-Quarantäne von Angela Merkel (CDU) hat ihm entschiedenen Protest eingebracht. Landtagspräsidentin Ilse Aigner forderte Winhart zu einer Entschuldigung auf.

Mehr dazu:  Im Shitstorm: Wie eine Journalistin in die Fronten zwischen Winhart und der Comedian Amani geriet

"Diese Äußerung ist vollkommen inakzeptabel - schon gleich von einem Abgeordneten", reagiert die CSU-Politikerin am Sonntagabend auf Twitter. "Er sollte sich öffentlich entschuldigen für diese Entgleisung".

Post über Bundeskanzlerin Merkel gelöscht

Der Landtagsabgeordnete hatte zuvor zur Quarantäne der Bundeskanzlerin getwittert: "Gut, hinter Gitter wäre besser, aber is ja schon mal ein Anfang." Der Post des AfD-Politikers wurde noch am Abend gelöscht, stattdessen der Hinweis: "Wer hier einen bestimmten Post sucht, findet ihn nicht mehr, da er nicht meiner Meinung entspricht."

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Er kam zudem Aigners Forderung nach und entschuldigte sich - ebenfalls auf Twitter. Wörtlich schrieb er: "Der Post in Bezug auf Frau Merkel war nicht richtig und wurde daher umgehend gelöscht - er hätte auch nie online sein dürfen." (dpa/lby)

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