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Nachfrage treibt Preise in die Höhe

„Das sind Hamsterkäufe“: Nachfrage nach Brennholz in Rosenheim enorm gestiegen

Ein heiß begehrtes Gut: Brennholz wird aufgrund der gestiegenen Nachfrage rar.
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Ein heiß begehrtes Gut: Brennholz wird aufgrund der gestiegenen Nachfrage rar.
  • VonKatharina Koppetsch
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Die Gas- und Ölpreise sind in den vergangenen Monaten stark angestiegen. Damit rückt Brennholz als alternative Heizmöglichkeit in den Vordergrund. Die Nachfrage in Stadt und Landkreis Rosenheim ist enorm gestiegen und damit auch die Holzpreise.

Stephanskirchen/ Rosenheim – „Wir können nicht mehr alle bedienen“, sagt Georg Höhensteiger von der Waldbesitzervereinigung Rosenheim. Die Nachfrage nach Brennholz sei in den vergangenen Monaten enorm gestiegen. So sehr, dass Höhensteiger gar keine Neukunden mehr beliefern kann. Bei ihm kommen nur noch seine Stammkunden zum Zuge.

Kunden tätigen Hamstereinkäufe

Auch Landwirt Ludwig Mittner aus Stephanskirchen, der noch Brennholz verkaufen kann, merkt die gestiegene Nachfrage. „Viele Kunden kaufen heuer mehr Holz als davor ein“, sagt Mittner. Ein Trend, den auch Höhensteiger bestätigt. „Kunden, die normalerweise nur zwei Ster Holz kaufen, kaufen heuer fünf.“

Dabei steht die Frage im Raum, ob die Abnehmer wirklich die fünf Ster brauchen. „Das sind Hamsterkäufe“, sagt Mittner klar. Die Menschen seien verunsichert, erklärt Gerhard Hardrath, der ein Heizungs- und Sanitärsunternehmen in Götting besitzt.

Überhitzung des Markts

„Das führt zu einer Überhitzung des Marktes.“ Dafür gebe es gleich mehrere Gründe, so Mittner: die gestiegene Nachfrage zum einen, die gestiegenen Transportkosten, der Ukrainekrieg und die Corona-Pandemie. „Die Menschen machen mehr Homeoffice und heizen mehr“, sagt Mittner. Die Folge: die Preise für Brennholz steigen. Wo zuvor der Ster Holz noch 90 Euro gekostet hat, koste er jetzt 120 bis 130 Euro. Und das sei noch moderat, sagt Höhensteiger. Im Münchener Umland seien die Preise auf bis zu 200 Euro geklettert.

Den Bedarf durch eine gesteigerte Produktion zu bedienen, gehe bei dem Rohstoff Holz nicht. Brennholz muss rund ein Jahr lang getrocknet und kann dann erst benutzt werden. Die Produktion für das kommende Jahr anzupassen, ergebe derzeit keinen Sinn, so Hardrath. Denn die derzeitige Nachfrage bilde nicht den eigentlichen Bedarf wider. Nicht nur das Interesse an Brennholz steige, auch das Interesse an Nahwärmeversorgung, so Hardrath. „Der Bedarf ist enorm.“

Hackschnitzel sind weniger betroffen

Dabei seien die Preise für Hackschnitzel im Gegensatz zu Brennholz nur geringfügig gestiegen. „Für Hackschnitzel kann auch Astmaterial, das für Kaminbesitzer nicht in Frage kommt, verwendet werden“, sagt Hardrath.

Trotz aller aktuellen Probleme blickt Hardrath bereits in das kommende Jahr. Was passiert mit den Holzpreisen, wenn durch die gestiegenen Baupreise die Bautätigkeit zurückgeht? Eventuell könnten sie wieder fallen. Aber eine abschließende Antwort auf diese Frage hat auch er nicht.

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