Landwirt klagt wegen Ausgleichszahlungen

Wasserschutz Fall für Verwaltungsgericht

Bad Aibling/Rosenheim - Gegen die Allgemeinverfügung vom 26. Juli dieses Jahres, mit der das Landratsamt einen besseren Schutz für die Trinkwasser-Versorgung der Stadt Rosenheim sicherstellen will, zieht jetzt ein Landwirt aus Willing bei Bad Aibling vor das Verwaltungsgericht. Nach OVB-Informationen will er erreichen, dass er höhere Ausgleichszahlungen dafür erhält, dass in der vom Landratsamt erweiterten Wasserschutzzone keine Gülle mehr ausgebracht werden darf.

Wie berichtet, waren im Sommer nach einem schweren Unwetter mit extremen Niederschlagsmengen Keime in das Trinkwasser gelangt. Das Wasser musste als Folge davon über einen längeren Zeitraum hinweg gechlort werden, für die Stadt Rosenheim und mehrere Umland-Gemeinden bestand anfangs sogar eine Abkochverfügung für den Genuss des Leitungswassers.

Zum juristischen Vorgehen des Landwirts wollte sich der ehemalige Landtagsabgeordnete und Kreisobmann des Bauernverbandes, Sepp Ranner, nicht äußern. An den Entschädigungszahlungen der Stadt Rosenheim hat er jedoch nichts auszusetzen: "Die zählen mit zu den besten in ganz Bayern", sagt Ranner, der mit am Verhandlungstisch saß, als die Modalitäten ausgehandelt wurden. Fritz Walter Keilhauer, der Chef der Stadtwerke Bad Aibling, erfuhr erst durch das OVB von der für heute angesetzten Verhandlung und zeigte sich "etwas erstaunt". Er sei davon ausgegangen, alle mit der Schutzzonen-Erweiterung anstehenden Fragen seien im guten Einvernehmen geklärt worden.

tt/Oberbayerisches Volksblatt

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