Warum stellen wir uns an Weihnachten einen Tannenbaum ins Haus?

Hirnforscher: Kindern mehr Erfahrungen statt Materielles schenken
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Wissen auch für neugierige Erwachsene: Die Bad Aiblinger Autorin Petra Cnyrim hat mit ihrer Buchreihe "Erklär‘s mir, als wäre ich 5" mehrfach Spiegel-Bestseller gelandet. Für die OVB Heimatzeitungen erklärt sie, warum wir uns einen Christbaum ins Wohnzimmer stellen – und diesen auch noch schmücken. 

„Wer hat das Internet erfunden?“ oder „Wie reagiert der Körper, wenn man aufhört, sich zu waschen?“ – einfache Fragen mit einer vermeintlich einfachen Antwort. Bei genauerem Überlegen kommen aber selbst schlaue Köpfe dann doch in Erklärungsnot und versuchen, das eigene Halbwissen mit einer möglichst komplizierten Antwort zu überspielen. Das macht sich Autorin Petra Cnyrim zunutze. 

Auch erklärt: Warum kommt bei den einen das Christkind und bei den anderen der Weihnachtsmann?

Die Bad Aiblingerin beantwortet in ihrer erfolgreichen „Erklär´s mir, als ...“-Reihe Fragen, die nicht nur neugierige Fünfjährige beschäftigen, sondern auch einige Erwachsene. 

Hätten Sie’s gewusst? 

Ihr neuestes Buch ist im November im Riva Verlag erschienen und hat es auch der Autorin nicht gerade leicht gemacht. Denn in „Erklär´s mir, als wäre ich 5 – Die Welt von heute“ wurde schnell klar, dass wir zwar alle von neuer Technik und Erkenntnissen profitieren – aber weit davon entfernt sind, sie rundum zu verstehen und uns eine fundierte Meinung bilden zu können. 

Autorin Petra Cnyrim. 

Im kommenden Jahr planen die Autorin und die OVB-Heimatzeitungen, dieses Problem ein bisschen mehr aus der Welt zu räumen. Von Lokalpolitik über technische Erfindungen aus der Region bis zu kriminaltechnischen Fragen – was Sie, unsere Leser, Ihren Kindern erklären können wollen, dem geht die Aiblinger Bestseller-Autorin auf die Spur. Haben Sie dazu schon Ideen? Dann schreiben Sie uns am besten sofort – per Mail, leserreporter@ovb.net, oder WhatsApp 0172-31 80 903.

Für diese Beilage stellt uns der Riva Verlag einen weihnachtlichen Erklärtext aus den Büchern zur Verfügung: 

Warum stellen wir uns an Weihnachten einen Tannenbaum ins Haus?

Es sieht ja schon immer sehr schön aus, wenn der fertig geschmückte Baum mit all seinen Lichtern und Kugeln fein rausgeputzt im Wohnzimmer steht. Und jeder freut sich, wenn er unter dem Weihnachtsbaum dann auch noch tolle Geschenke findet. Denn für uns ist es schließlich ganz normal, dass man sich an Weihnachten einen Tannenbaum ins Zimmer stellt. Wenn man sich das Ganze aber mal aus einem anderen Blickwinkel anschaut, könnte man sich schon fragen, wie man eigentlich auf diese verrückte Idee gekommen ist.

Dahinter steckt ein fast 500 Jahre alter Brauch, der eigentlich von den Germanen stammt. Sie trieben ihr Vieh im Winter an Tannen vorbei, weil sie dachten, dass in den Zweigen gute Geister leben, die den Tieren Glück bringen sollten. Vor 500 Jahren fanden dann die Christen, dass es doch ein schöner Brauch wäre, sich an Weihnachten die Tannenbäume einfach ins Haus zu holen. Ungefähr hundert Jahre später kamen sie dann auf die Idee, dass man die Bäume ja auch noch schmücken könnte. Also befestigten sie Kerzen an den Zweigen. Die Kugeln und der restliche Schmuck kamen dann erst vor etwa 150 Jahren dazu. Seitdem ist der Weihnachtsbaum nicht mehr wegzudenken, wenn wir das Weihnachtsfest feiern.

Damit auch alle einen schönen Baum bekommen, werden allein in Deutschland jedes Jahr bis zu 25 Millionen Tannen verkauft! Damit dafür nicht ganze Wälder abgeholzt werden müssen, werden die Bäume auf extra dafür angelegten Feldern, sogenannten Plantagen, gezüchtet. Die meisten Tannen kommen von Plantagen aus Polen und Dänemark. Es gibt aber auch immer wieder das Angebot, die Bäume selbst zu „schlagen“. Das heißt, dass bestimmte Bäume in unseren Wäldern dazu freigegeben werden, dass man sie sich selbst absägen kann. Oder man kauft sie von Bauern, die sie aus ihrem eigenen Wald haben. Bis die Bäume groß und stark genug sind, um gefällt zu werden, dauert es bis zu 15 Jahre!

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