Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Wirtsfamilie nimmt Proben

War es der Wolf oder doch ein Greifvogel? Tier-Attacken bei Brannenburg sorgen für Aufregung

Hat ein Wolf bei Brannenburg zugebissen? Experten glauben eher nicht, dass das Raubtier dort für den Tod einer Sikahirschkuh verantwortlich ist.
+
Hat ein Wolf bei Brannenburg zugebissen? Experten glauben eher nicht, dass das Raubtier dort für den Tod einer Sikahirschkuh verantwortlich ist.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
    schließen

Durch den Tod einer Sikahirschkuh sowie eines Hundes bei Brannenburg erhält die Angst vor dem Wolf im Inntal derzeit neue Nahrung. Doch die Angriffe könnten von anderen Jägern gekommen sein.

Brannenburg/Bergen – Ein Wolf bei Brannenburg? Der eine Sikahirschkuh im Gehege des Berggasthof Kogl und einen Hund in der Nähe des Ponyhofs in Gembachau gerissen hat? Das Gerücht hält sich derzeit im Inntal.

Josef Mühlbacher, Chef der Polizeiinspektion Brannenburg, ist baff: Der letzte Fall eines Verdachts auf einen Wolfsriss sei schon Wochen her. In der Nacht zum 18. Dezember sei der Hund - ein strubbeliger Cairn-Terrier-Mischling - in Gembachau gemeldet worden. Da ein aufgerissener Hals erwähnt wurde, habe die Polizei den zuständigen Jäger, die Fachstelle für große Beutegreifer, das Landratsamt und das Landesamt für Umwelt (LfU) informiert. Letzteres kam bei seinen Untersuchungen zu dem Schluss, dass ein Wolfsriss eher auszuschließen sei. Der Verdacht fiel, da Cairn-Terrier nur sechs bis acht Kilo schwer und 25 bis 30 Zentimeter groß werden, auf einen nachtaktiven Raubvogel, vermutlich eine Eule. „Ich verstehe nicht, dass man die Sache mit dem Hund Wochen später wieder aufgreift“, wundert sich Mühlbacher.

Bei der toten Sikahirschkuh schaltete die Wirtsfamilie Kümmerle das LfU ein. Da das Tier nach Ansicht des LfU-Mitarbeiters nicht aufgrund seiner Verletzung, sondern eventuell aus Altersgründen starb, verzichtet das LfU nach eigenen Angaben möglicherweise auf eine Obduktion. Auch hier gerieten Raubvögel in Verdacht.

Da ist aber, wie Kreisbäuerin Katharina Kern weiß, das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn die Besitzer haben eine Probe für einen unabhängigen Gutachter genommen. „Wir raten unseren Bauern, das auf eigene Kosten zu tun, wenn sie den Verdacht haben, es könnte sich um einen Wolf handeln“, so Kern. Noch hat Familie Kümmerle die Probe nicht abgeschickt, will abwarten, was eventuell noch vom LfU kommt.

Der rund um Brannenburg streifende Wolf ist derzeit ein unbestätigtes Gerücht. Im Gegensatz zum Wolf bei Bergen. Dessen Erschießung hatte das Verwaltungsgericht München am Freitag gekippt. Ob das Tier ungeschoren davon kommt, ist fraglich. „Die Regierung von Oberbayern hält die Entnahme des Wolfs weiterhin für erforderlich“, so deren Sprecher Wolfgang Rupp. Die Regierung werde die Entscheidungsgründe jetzt eingehend prüfen und sehr schnell entscheiden, ob Rechtsmittel eingelegt werden.

Mehr zum Thema

Kommentare