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Verreisen an Pfingsten

Vorsicht trübt Reiselust: Tourist-Infos in der Region Rosenheim berichten dennoch über wachsende Nachfrage

Wieder an der Strippe: Werner Schroller, Tourist-Info-Leiter von Kiefersfelden, hat nun alle Hände voll zu tun.
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Wieder an der Strippe: Werner Schroller, Tourist-Info-Leiter von Kiefersfelden, hat nun alle Hände voll zu tun.
  • Barbara Forster
    VonBarbara Forster
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Das Reisen ist wieder erlaubt, der Tourismus fährt hoch. Eine Umfrage bei den umliegenden Tourist-Infos im Inntal ergibt folgenden Tenor: Während die erste Pfingstwoche noch verhalten anlief, gibt es für die zweite Ferienwoche vermehrt Buchungsanfragen.

Brannenburg/Neubeuern/Nußdorf/Samerberg/Kiefersfelden/Oberaudorf – „In der ersten Woche sind wir jetzt nicht überrannt worden. Aber ab nächstes Wochenende wird sich viel rühren“, ist Teresa Funk, Leiterin der Tourist-Info in Oberaudorf, überzeugt.

Ferienwohnungen sind sehr beliebt

Denn in Oberaudorf seien fast keine Unterkünfte mehr frei. Vor allem Ferienwohnungen seien beliebt.

Auch in Kiefersfelden häufen sich die Anfragen: „Ja wir haben schon Leute hier, das schaut nicht schlecht aus“, meint Tourismusleiter Werner Schroller. Über Pfingsten und bis in den Herbst hinein seien schon etliche Buchungen eingetrudelt. In der ersten Pfingstwoche sei die Auslastung bei etwa 50 Prozent gewesen. In der zweiten Woche seien die Anfragen gestiegen: „Da ist die Auslastung zwischen 80 bis 90 Prozent.“ Warum das so ist? „Die Leute möchten jetzt einfach fortfahren“, so die Vermutung des Touristikers. Auch würden sich viele Gäste über einen Tagesausflug nach Österreich informieren. „Gott sei Dank“ gibt es in Kiefersfelden fünf Teststationen, merkt Schroller an. Denn alle 48 Stunden müsse beim Gastgeber ein neuer Test vorgelegt werden.

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Ausgenommen von der Testpflicht sind laut Information des Chiemsee Alpenland Tourismus‘ Geimpfte und Genesene mit Nachweisen sowie Kinder unter sechs Jahren.

Dieses Infoblatt hat auch Monika Schimanski, Leiterin der Tourist-Info am Samerberg, vorliegen. Sie schickt es an alle Gäste, die einen Urlaub am Samerberg planen. „Pfingsten sind wir gut gebucht“, sagt sie. Aber sie merke auch, dass die Leute viele Fragen haben. Allen voran wollen sie wissen, was an Freizeitaktivitäten geöffnet hat. „Und das ist schwierig“, so Schimanski. Wahrheitsgetreu musste sie den Gästen vor einigen Tagen noch sagen, dass Vieles geschlossen habe. Aber jetzt fährt allmählich wieder alles hoch: Neben der Hochriesbahn läuft seit heutigem Freitag auch die Kampenwandbahn wieder. „Da sind wir jetzt gut gerüstet. Und die Leute kommen. Die wollen raus.“

50 Prozent weniger Buchen wie sonst

Auch in Nußdorf kann man, was Gästeanfragen betrifft, nicht klagen: „Es läuft eigentlich ganz gut. Aber es ist nicht so wie die Jahre davor“, sagt Tourist-Info-Leiterin Margitta Niederhuber. Sie schätzt, dass etwa 50 Prozent weniger Buchungen eingegangen sind wie sonst. Die Nachfrage sei da – „aber man merkt, wie vorsichtig die Leute sind“.

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Und es mache schon einen Unterschied, ob die Gaststätten geöffnet sind oder nicht. „Es wäre so wichtig, dass die Innen-Gastronomie auch eröffnen darf, denn was mache ich um Urlaub, wenn ich nicht Essen gehen kann bei schlechtem Wetter?“ Vereinzelte Buchungen gebe es auch schon für August und für den Herbst. „Es tröpfelt, aber es kommt. Ich bin mir sicher“, gibt sich Niederhuber optimistisch.

Dass man den Stand wie in den letzten Jahren bei Weitem nicht erreicht hat, sagt auch Michael Fichtner von der Gäste-Info in Neubeuern. „Das ist sicherlich noch ausbaufähig.“ Sein Eindruck: „Die Leute wollen noch etwas abwarten.“

Erste Woche verlief zögerlich

Die Verunsicherung der Leute hat auch Monika Stöcklhuber von der Tourist-Info Brannenburg bemerkt. „Die erste Pfingstwoche verlief zögerlich. Aber in der Zweiten läuft es besser.“ In Brannenburg könne man sich in der Margareten-Apotheke testen lassen. Auch in der Talstation der Wendelstein-Zahnradbahn seien Testungen durch die Bergwacht Brannenburg möglich. Für den Sommer sei man schon gut ausgelastet: „Wenn die Inzidenzen so bleiben, schaut es gut aus“, sagt Stöcklhuber.

Christina Pfaffinger, Geschäftsführerin des Chiemsee Alpenland Tourismus, ist froh, dass der Tourismus wieder anläuft. „Mit der Verbesserung der Corona-Zahlen steigen auch die Anfragen“, so ihr Fazit.

Vor allem Ferienwohnungen seien gefragt. „Hotelanfragen laufen eher schleppend an.“ Dieses „Corona-Phänomen“ habe sie auch im vergangenen Jahr schon bemerkt.

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