Vor allem aus dem Raum Rosenheim: 30.000 Stellungnahmen zu Brenner-Nordzulauf eingegangen

Demonstrationen im Juli 2019 gegen die Planungen zum Brenner.Nordzulauf. Viele Gegner der Zulaufstrecke haben sich jetzt per Stellungnahme im Rahmen des Raumordnungsverfahren an die Regierung von Oberbayern gewandt.
+
Demonstrationen im Juli 2019 gegen die Planungen zum Brenner.Nordzulauf. Viele Gegner der Zulaufstrecke haben sich jetzt per Stellungnahme im Rahmen des Raumordnungsverfahren an die Regierung von Oberbayern gewandt.

30.000 Stellungnahmen, die zum Raumordnungsverfahren zum Brenner-Nordzulauf eingegangen sind, muss die Regierung von Oberbayern derzeit prüfen. Bis Ende des Jahres soll ein Ergebnis vorliegen.

Rosenheim – Im seit Ende Mai laufenden Raumordnungsverfahren zum Brenner-Nordzulauf sind bei der Regierung von Oberbayern rund 30 000 Stellungnahmen eingegangen.

In der ersten Verfahrensphase, dem sogenannten Beteiligungsverfahren, hatten Bürger, betroffene Kommunen, Behörden, Verbände und Organisationen bis 24. Juli die Gelegenheit, Stellungnahmen zum Vorhaben abzugeben. Derzeit erfolgt die inhaltliche Prüfung und Auswertung im Hinblick auf raumbedeutsame Belange. Mit einem Ergebnis des Verfahrens ist voraussichtlich bis Ende des Jahres zu rechnen.

Lesen Sie auch: Nordzulauf-Verknüpfung im Berg – Beruhigungspille oder echte Lösung fürs Inntal?

Die Mehrzahl der Stellungnahmen haben laut Regierung von Oberbayern Bürger aus dem Planungsraum abgegeben, der das Gebiet zwischen Tuntenhausen und der Staatsgrenze zu Österreich umfasst. Darüber hinaus haben sich 27 Kommunen, 22 Fachstellen und -behörden, 47 Verbände, Vereine und sonstige Träger öffentlicher Belange geäußert. Im Rahmen der grenzüberschreitenden Beteiligung gingen zudem Stellungnahmen von zwei Tiroler Kommunen sowie zwei Tiroler Fachstellen ein.

Lesen Sie auch: Brenner-Nordzulauf: Trassenvorschläge Grafing-Großkarolinenfeld sollen 2021 vorgelegt werden

Inhaltlich stehen Äußerungen zu Belangen des Immissionsschutzes, der Land- und Forstwirtschaft, von Natur und Landschaft, des Verkehrs und der Siedlungsstruktur im Fokus.

Beurteilung wird auch online veröffentlicht

Geplant ist, das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens bis Ende des Jahres vorzulegen. Die Verfahrensbeteiligten und die Öffentlichkeit werden über den Abschluss des Verfahrens unter anderem durch ortsübliche Bekanntmachung informiert. Die landesplanerische Beurteilung wird zudem auf der Internetseite der Regierung von Oberbayern veröffentlicht werden.

Kommentare