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Reisen inspirierten Gedicht- und Bildband

„Wurde richtig durchgerüttelt“: Künstler Rainer Thielmann aus Halfing über seine Zeit in Indien

Rainer Thielmann in Madurai im Süden Indiens.
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Rainer Thielmann in Madurai im Süden Indiens.
  • Katharina Koppetsch
    VonKatharina Koppetsch
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Rainer Thielmann aus Halfing ist Künstler, Dichter, Liedermacher und Reisender. Zu seinem dritten Foto-Gedichtband „Indien von innen intensiv, auf Gandhis Spuren durch Gujarat“ hält er am Donnerstag, 20. Oktober einen Vortrag in Rosenheim. Thielmann über seine Verbundenheit zu Indien.

Halfing/Rosenheim – „Indien hat mir Angst gemacht und sie mir gleichzeitig genommen“, sinniert Rainer Thielmann. Bereits sieben Mal war der Halfinger in Indien. Das erste Mal 2005. „Meine Freunde haben mir einen Gutschein für einen Laptop geschenkt. Den habe ich für einen Flug nach Delhi eingetauscht“, erzählt Thielmann.

Abschreckendes Bild von Indien

Dabei hatte er Vorbehalte gegen Indien. Auf seinen Reisen ist er einmal in Mumbai zwischengelandet. Damals hat er gesehen wie die Armen und kastenlosen Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, an der Start- und Landebahn gehaust haben. „Das Bild hat mich abgeschreckt“, sagt der Künstler. Und doch wagte er den Schritt das Land zu bereisen.

Wenn Thielmann von seinen Indienreisen erzählt, merkt man, dass es sich nicht um einen All-inklusive-Urlaub handelt. Thielmann erzählt von Gegensätzen, erschlagenden Sinneseindrücken und spirituellen Momenten. „Ich wurde richtig durchgerüttelt.“

„Man ist zuerst überfordert“, beschreibt Thielmann seine Reiseerfahrung. „Die Gerüche, die Farben, der Gestank, alles kommt auf einen zu.“ Dabei war Thielmann klar, dass er Indien fühlen muss.

Ein Schlüsselmoment für ihn war ein Spaziergang auf seiner ersten Reise. Gleich am vierten oder fünften Tag lief er durch eine Unterführung. Dort lagen Menschen, es stank. „Mein Kopf hat gesagt, ich muss weg, aber es hat mich vom Gefühl, vom Herzen hingezogen.“

Das Taj Mahal liegt am Südufer des Flusses Yamuna. Das ist nur eines der Ziele, die Rainer Thielmann bei seinen sieben Indien-Reisen besucht hat.

Diese Dualität verarbeitet Thielmann in seinen Gedichten. Er sucht den Kontakt mit den Menschen vor Ort, versucht, die Energie einzufangen – „in der Resonanz mit den Menschen, den Städten, da entsteht etwas“. Thielmann schreibt bereits vor Ort, macht sich Notizen, fängt Gedanken ein. Auf diese Art sind bereits zwei Foto-Gedichtbände über Indien entstanden. In Thielmanns neu erschienenen Buch, bereist er den nordwestlichen Teil Indiens, die Heimat Mahatma Gandhis, dem er ein ganzes Kapitel gewidmet hat. Zudem taucht der Künstler in spirituelle Themen ein. Thielmann beschäftigt sich mit der Reinkarnation, dem Glauben, dass man nach dem Tod in einem neuen Körper wiedergeboren wird.

Zudem will der Künstler tiefer in die Vedanta-Philosophie eintauchen. Sie besagt, „das Gott in allem steckt. Dass menschlich und göttlich nicht getrennt sind“, so Thielmann. In einer Reise nach Kalkutta, die er bereits kommende Woche antritt, will er diesem Denken nachgehen.

Dabei schreibt Rainer Thielmann nicht nur Gedichte, sondern auch Lieder. Er geht immer vom Text aus, schreibt die Noten manchmal selbst, oder gibt sie auch an befreundete Komponisten oder Producer ab. Thielmann arbeitete als Songschreiber mit Show-Größen wie Ulli Schwinge, Münchener Freiheit und Udo Jürgens zusammen.

Lieder, Gedichte und Informationen

Dementsprechend wird der Vortrag von Rainer Thielmann nicht nur eine Lesung im Wortsinn sein. „Es wird musikalisch, ich lese meine Gedichte vor, aber ich gebe auch viele Informationen weiter“, sagt der Künstler. Das Ganze wird mit Thielmanns Fotografien unterlegt.

Der Vortrag findet am 20. Oktober im Caritas-Buchcafé am Hauptbahnhof in Rosenheim statt. Beginn ist 20 Uhr / Einlass 19 Uhr, Eintritt ist frei.

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