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OVB-Weihnachtsaktion

Vom Fannerl und der kleinen Hexe: Warum Otfried Preußlers Herz für die Aschauer Kinder schlug

Unvergessen: Otfried Preußler bei einem Besuch in der Aschauer Kinderklinik. Sicher hätte der weltbekannte Kinderbuchautor jetzt für die OVB-Weihnachtsaktion wieder zur Feder gegriffen – so wie im Jahr 2000.
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Unvergessen: Otfried Preußler bei einem Besuch in der Aschauer Kinderklinik. Sicher hätte der weltbekannte Kinderbuchautor jetzt für die OVB-Weihnachtsaktion wieder zur Feder gegriffen – so wie im Jahr 2000.

Die kleine Hexe und den Räuber Hotzenplotz: Welches Kind kennt sie nicht, die zauberhaften Figuren aus der Feder des großartigen Otfried Preußler!Was aber viele nicht wissen: Der Kinderbuchautor schrieb auch Geschichten über Helden aus dem wirklichen Leben, exklusiv für die OVB-Leser, aus Aschau.

Rosenheim/Mühldorf – 20 Jahre ist das jetzt her. Exklusiv für die OVB-Leser hatte Preußler im Dezember 2000 zwölf „Geschichten aus der Kinderklinik Aschau“ verfasst. Zum Beispiel über das Fannerl – das Mädchen, das auch ohne Worte so viel zu sagen hatte. Preußlers Anekdote über das Fannerl von 2000 ist so zeitlos und ausdrucksstark, dass wir sie noch einmal veröffentlichen (siehe unten). Und wäre Preußler heute noch am Leben, würde er sicher erneut zur Feder greifen.

Kinder bestmöglich betreuen und fördern

Nicht nur, weil ihm das Fannerl und die anderen Kinder mindestens so sehr ans Herz gewachsen waren wie das kleine Gespenst oder der starke Wanja. Hinzu kommt, dass die Weihnachtsaktion „OVB-Leser zeigen Herz“ 2021 genau dort anknüpft, wo sie 2000 aufgehört hat: Wieder geht es um die bestmögliche Bildung, Versorgung, Betreuung und Förderung von Kindern mit Behinderungen aus der Region.

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Dafür packt „Kind im Zentrum Chiemgau“ jetzt gleich mehrere Großprojekte an. „Unsere Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen ein neues, modernes Schulgebäude erhalten, dazu neu gestaltete Tagesstättenräume und modern ausgestattete Therapieflächen für ein Therapieangebot, das auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen zugeschnitten werden kann“, fasst Simon Leicht zusammen.

Leicht ist Geschäftsführer der Behandlungszentrum Aschau GmbH. Deren neue Marke „Kind im Zentrum Chiemgau (KIZ) vernetzt die über 100-jährige medizinische Erfahrung der Orthopädischen Kinderklinik Aschau mit den pädagogischen und therapeutischen Konzepten der Heilpädagogischen Zentren, Wohnheime, Frühförderstellen, Kindergarten und -Krippen nicht nur in Aschau, sondern an acht Standorten mit über 15 Einrichtungen in ganz Südostoberbayern.

OVB-Leser, Preußler und Aschau - das passt gut

Gut vernetzen lassen sich auch OVB-Leser, Preußler und das HPZ Aschau: Seit Jahrzehnten helfen sie, Kinder mit Einschränkungen zu versorgen. Ein weiterer gemeinsamer Nenner: Nachhaltigkeit.

So ist Preußlers Wirken in Aschau allgegenwärtig. Auf einem Türschild in der Tagesstätte steht „Kleines Gespenst“, ein paar Meter weiter den Flur hinunter geht es zur Wanja-Gruppe oder zu Hörbe mit dem Hut. Und ein Kinderbücherregal ohne den Kater Mikesch oder den Engel mit der Pudelmütze? Im HPZ in Aschau nur schwer vorstellbar.

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So wie der Räuber Hotzenplotz in allen möglichen Sprachen dieser Welt gelesen wird, von Afrikaans über Chinesisch bis Ladinisch, so werden in der Kinderklinik sämtliche Sprachen gesprochen. Die kleinen Patienten kommen von überall her. Mit 69 stationären Betten und rund 1500 Operationen im Jahr zählt Aschau heute zu den größten Fachkliniken für Kinderorthopädie Europas.

Die meisten Buben und Mädchen sind allerdings aus der Region: Der Chiemgau, die Kreise Rosenheim und Mühldorf sind besonders häufig vertreten. Da kommt eine Menge zusammen:

  • 90 Schüler in elf Klassen und zwei Vorschulgruppen in der der Förderschule allein in Aschau;
  • 52 Kinder in sieben Gruppen in der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT);
  • 26 Kinder (vier Gruppen) in den beiden Heilpädagogischen Wohnheimen (HPW), in denen die Kinder – am Klinikkomplex und im Würzburger Haus im Ortskern Aschaus – 365 Tage im Jahr leben können.

Zu den 1500 Operationen jährlich kommen 1000 Kinder, die konservativ behandelt werden. Das Therapieangebot in den heilpädagogischen Bereichen HPT und HPW umfasst Psychologie, Heilpädagogik und Medizinische Therapie, also Physio-, Ergo- und Logopädie.

„Wir wollen uns um jedes Kind mit Hilfebedarf aus Südostoberbayern so gut wie möglich kümmern können – egal ob Frühchen oder 17-jähriger Berufsschüler. Das ist unser Anspruch – dafür wird in Aschau gebaut“, betont Leicht.

Größter Kostenfaktor ist der überfällige Bau der neuen Schule mit geschätzten acht bis zehn Millionen Euro. Der bestehende Schulersatzbau – 2002 eigentlich nur als Notlösung für maximal fünf Jahre errichtet – hat schon viel länger herhalten müssen als geplant. Mit den Sanierungen von Tagesstätte, Therapiebereich und Würzburger Haus sind weitere 1,3 Millionen fällig.

Zauberhaftes Geschenk zum 100.

Die Behandlungszentrum Aschau GmbH muss die gesamte Summe die Renovierung von Tagesstätte, Wohnheim und Therapiebereich selbst stemmen, nur beim Schulneubau wird die Regierung von Oberbayern als Kostenträger den Löwenanteil übernehmen. Die Spenden der OVB-Leser sollen dafür sorgen, dass das Geld auch für zusätzliche Therapieräume mit moderner Ausstattung und hochwirksamen Therapiegeräten reicht.

Am 20. Oktober 2023 wäre Otfried Preußler 100 Jahre alt geworden. Wenn sich die Bauleute und Handwerker dann schon kräftig ins Zeug legen würden für „seine“ Kinder – ein schöneres posthumes Geburtstagsgeschenk könnte auch die kleine Hexe nicht herbeizaubern.

Preußler und das Fannerl

Dies ist die Geschichte, die Otfried Preußler im Dezember 2000 über das Fannerl, ein Mädchen im HPZ in Aschau geschrieben hat:

Zum Beispiel das Fannerl: Was für ein freundliches Mädchen, das Fannerl! Nur dass sie spastisch gelähmt ist, von klein auf. Hübsch ist sie, hübsch und von großer Anmut. Erst beim näheren Hinsehen merkt man ihr die Behinderung an. Ihre Bewegungen sind fahrig. Sie hat Schwierigkeiten beim Sprechen, das weiß sie.

Sie weiß auch, dass Augen sprechen können. Sprechen können auch kleine Gesten. Die Augen, die kleinen Gesten. Wo unserem Fannerl die Worte fehlen, da lässt sie die Augen, die Gesten sprechen. Ihr Charme ist umwerfend. Wer könnte ihm widerstehen? Das Fannerl kennen wir nun schon seit etlichen Jahren. Sie hat sich herausgemausert im Lauf der Zeit: ein Glückskind, auf ihre Weise. Zufrieden mit sich und der Welt, das sieht man ihr deutlich an. Zwar ist sie verlassen von ihren Eltern, indes: Auch das Fannerl hat ihre Eltern vergessen, sie lebt jetzt in Aschau, dort ist sie zu Hause. Und sie lebt gern hier, daraus macht sie kein Geheimnis. Wo sie anderen helfen kann, hilft sie gern, und sei es mit einem Lächeln. Bei allem Unglück - ein Glückskind mit einem Wort.

Was nicht heißen will, dass sie ganz ohne Wünsche wäre. Manchmal denkt sie an eine Kette aus bunten Glasperlen, manchmal auch an ein seidenes Halstuch, an einen kleinen Spiegel, sie denkt an ein Sonntagsgewand mit Rüschen.

Otfried Preußler, im Dezember 2000

5000 Euro Starthilfe von den OVB-Heimatzeitungen

Unter dem Motto „OVB-Leser zeigen Herz“ fließt auch erneut jeder Spendencent direkt in die beiden Projekte. Als Starthilfe steuern die OVB-Heimatzeitungen 5000 Euro bei. Die beiden Spendenkonten sind eingerichtet:

  • Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling
    IBAN DE75 7115 0000 0000 0787 82
    BIC BYLADEM1ROS
  • meine Volksbank Raiffeisenbank eG
    IBAN DE78 7116 0000 0008 8499 00
    BIC GENODEF1VRR

Spenden und einen Mazda gewinnen

Auch ein Auto wird der Aktion abermals Schubkraft verleihen. Unter allen Spendern und Teilnehmern wird ein Mazda 2 verlost. Den Wagen im Wert von 17.500 Euro hat City-Autopartner Kolbermoor, ein Unternehmen der Auto-Eder-Gruppe, gestiftet. Die Namen der Spender werden in der Printausgabe der OVB-Heimatzeitungen veröffentlicht. Wer nicht mit seinem Namen erscheinen will, vermerkt dies bei der Überweisung mit dem Zusatz „Anonym“ oder „Keine Namensnennung“. Jede Spende ab zehn Euro, die bis 6. Januar 2022 auf einem der beiden Spendenkonten eingeht, nimmt automatisch an der Verlosung des Wagens teil.

Bei Beträgen bis zu 300 Euro gilt der Kontoauszug oder Überweisungsbeleg als Spendenquittung für das Finanzamt. Bei höheren Beträgen stellt die OVB-Stiftung Spendenquittungen aus. Hierzu muss allerdings eine vollständige Postadresse vorhanden sein.

Mitarbeiter des OVB-Medienhauses und der Auto-Eder-Gruppe sowie deren Angehörige können nicht an der Verlosung teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Aus rechtlichen Gründen sind die OVB-Heimatzeitungen verpflichtet, auch Nicht-Spender am Gewinnspiel teilnehmen zu lassen. Diese schicken eine Postkarte mit dem Kennwort „Weihnachtsaktion: Ich will ohne zu spenden gewinnen“ ans OVB. Ihre Betroffenenrechte und Datenschutzinfos finden Sie unter www.ovbabo.de/datenschutz.

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