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Kinder und Erwachsene feiern mit den OVB-Heimatzeitungen einen virtuellen St.-Martins-Zug

  • Silvia Mischi
    vonSilvia Mischi
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In diesem Jahr gab es aufgrund der Corona-Pandemie keine großen St-.Martins-Feiern. Leserinnen und Leser der OVB-Heimatzeitungen haben uns aber Fotos und Videos geschickt, aus diesen ist nun ein virtueller, gemeinsamer Martins-Zug entstanden.

Rosenheim/Mühldorf – Für ein Miteinander steht der heilige Martin seit Jahrhunderten. St. Martin wird nicht nur in der katholischen Kirche, sondern auch in der orthodoxen, anglikanischen und evangelischen Kirche verehrt. Gerade Kinder sind ein leuchtendes Beispiel fürs Helfen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten.

Füreinander einstehen und das Teilen sind gerade in der aktuellen Corona-Situation wichtiger denn je. Dafür steht St. Martin wie kein anderer. Die bunten Lichter zu Ehren des Heiligen sind ein Werte-Symbol und ein Zeichen des Miteinanders, das in diesem Jahr etwas anders aussah.

Ob im echten Leben oder virtuell: Die Botschaft bleibt dabei die gleiche: teilen mit Schwächeren, Bedürftigen oder Benachteiligten. Eigentlich sind die farbenfrohen und stimmungsvollen Umzüge für die Buben und Mädchen sowie ihre Eltern und Großeltern ein besonderes Erlebnis. Zuletzt kamen immer mehr Zuschauer zu den öffentlichen Feiern und sangen die Klassiker aus Kindertagen wie „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Dort oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir...“ oder „St. Maaaartin, St. Maaaartin, St. Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross, das trug ihn fort geschwind...“ mit.

Martinsfest während der Corona-Pandemie

Doch heuer blieben die Kinder unter sich. Innerhalb der Kindergartengruppen gab es kleine Feiern und ebenso im privaten Bereich – sofern es die Corona-Regeln zu ließen.

Die Legende besagt, dass der 17-jährige Martin als Soldat im Norden des heutigen Frankreichs stationiert war. An einem bitterkalten Wintertag ritt er zum Stadttor hinaus, als er von einem armen Mann angesprochen wurde, der nur Lumpen anhatte und zu erfrieren drohte. Statt einfach vorbeizureiten und den Bettler seinem Schicksal zu überlassen, sah Martin, später Bischof von Tours, nicht weg, sondern gab ihm die Hälfte seines Umhangs. Er teilte den Mantel kurzerhand mit seinem Schwert.

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Der historische St. Martin

Diese selbstlose Geste verfolgte der Heilige bis in den Schlaf: Im Traum soll ihm Jesus erschienen sein, bekleidet mit dem halben Mantel, den er dem Bettler gegeben hatte. Nach diesem Erlebnis ließ Martin sich taufen. Er quittierte den Militärdienst und ging in die französische Stadt Poitiers zu Bischof Hilarius, der sein Lehrer wurde.

Für die gute Tat und das Teilen des Mantels wird Martin heute noch verehrt und ist ein Vorbild für Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft.

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