Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Aus für Vignette am 15. Dezember: Kiefersfelden und Kufstein laden zum Maut-Fest

Im Widerstand gegen die Maut vereint: Anrainer demonstrieren gegen die Vignettenpflicht. Foto: dpa

Eine Feier für die Freiheit von der Vignette: In Kiefersfelden ist das „Ja“ zum Maut-Ende im Bundesrat begeistert aufgenommen worden. „Der ganze Ort jubelt“, meldete Bürgermeister Hajo Gruber. Für 15. Dezember, den Tag des offiziellen Endes der Vignettenpflicht, laden Kiefersfelden und Kufstein zu einem Fest auf der alten Grenze ein.

Kiefersfelden – Es gibt Bier und Brotzeit, und die Musikkapelle Kiefersfelden wird aufspielen. Man werde an der alten Zollstation feiern, also auf historischem Ort, sagt Gruber, „und wir laden auch die Nachbargemeinden ein“.

Möglich auch, dass Tirols Landeshauptmann Günther Platter zur Grenz-Party kommt, allerdings steht wegen anderer Termine hinter dem Besuch des Landeschefs ein Fragezeichen. „Wäre schön, ist aber nicht entscheidend“, sagt Gruber, „wir machen das Fest schließlich für die ganz normalen Menschen hier in der Grenzregion.“

An der alten Grenze das Gemeinsame feiern

Der Kampf gegen die Maut hat Bayern und Tirol tatsächlich ein wenig enger zusammengebracht, die Gemeinden an der Grenze zumindest. So hatte es Gruber den OVB-Heimatzeitungen bereits nach dem Ja des Nationalrats gesagt: „Wären wir nicht als eine Region aufgetreten, wären wir nicht so weit gekommen.“

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Die Gemeinden beiderseits der Grenze hatten früh an einem Strang gezogen und auf eine Abschaffung der Maut gedrängt, die vor allem deutsche Autofahrer auf Nebenstrecken hatte ausweichen lassen. Bemühungen, die im November Früchte trugen: Bereits vor drei Wochen beschloss das österreichische Parlament in Wien die Vignettenbefreiung für fünf grenznahe Autobahnabschnitte, darunter die Westautobahn A1 von Walserberg bis Salzburg Nord und die Inntalautobahn A12 von der deutschen Grenze bis Kufstein Süd.

Nun ist das Gesetz für die Mautbefreiung durch

Der Bundesrat wiederum hätte am Donnerstag die Umsetzung höchstens verzögern, nicht aber verhindern können. Aber, wie es Gruber auch sagte: „Sicher ist sicher.“ Jetzt ist das Gesetz jedenfalls durch. Am 15. Dezember tritt es in Kraft, und damit steigt in Ortschaften wie Kiefersfelden die Hoffnung auf das Ende der endlosen Blechlawinen.

+++

Lesen Sie auch:

Kommentar zum Ende der Vignettenpflicht im Grenzgebiet

+++

Worauf man als Autofahrer besser nicht bauen sollte: dass die Kontrolleure der Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft Asfinag nachlässig oder gar nachsichtig werden. Die Maut sei ebenso wie ihre Ausnahmen Gesetz, an das sich auch die Asfinag halten müsse, sagt ein Sprecher. „Die stichprobenartige Kontrolle dieser Vignettenpflicht geschieht also nicht aus bösem Willen, sondern aus Gründen der Fairness und Gleichbehandlung.“

Es bleiben die Grenzkontrollen zwischen Kufstein und Kiefersfelden

Ganz los sind die Kiefersfeldener ihre Sorgen allerdings noch nicht. Den Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Grenzkontrollen und den damit verbundenen Rückstaus hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kürzlich einen Dämpfer versetzt. Auch die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig sieht kein schnelles Ende für die Kontrollen. Doch wolle man eventuell stärker auf Schleierfahndung setzen. „Das ist auch weniger vorhersehbar“, sagte die CSU-Politikerin.

Dritter Fahrstreifen und mehr Lärmschutz

Gruber wäre ein dritter Fahrstreifen zur schnelleren Abwicklung der Kontrollen wahrscheinlich ebenso recht. Denn, so kalkuliert der Kiefersfeldener Bürgermeister, dafür wäre ein Planfeststellungsverfahren notwendig. Und das wiederum würde eine Verbesserung des Lärmschutzes mit sich bringen.

Kommentare