Größter Holzkomplettbau Bayerns aus Oberaudorf

Vierseithof modern interpretiert

So soll die Kindertagesstätte in Oberhaching nach ihrer Fertigstellung aussehen.  Repro re
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So soll die Kindertagesstätte in Oberhaching nach ihrer Fertigstellung aussehen. Repro re

Oberaudorf/Oberhaching - Das Unternehmen Jäger und Kurz mit Sitz in Oberaudorf hat mit der Umsetzung des derzeit größten Komplettbaus aus Holz im süddeutschen Raum begonnen. In Oberhaching erstellt der Generalunternehmer für die Gemeinde eine Kindertagesstätte mit Hort.

Die Architektur des Gebäudes, das 7000 Kubikmeter umbauten Raum umfasst, hat das renommierte, weltweit tätige Büro Allmann, Sattler und Wappner aus München entwickelt. Der Neubau in Holzständerweise lehnt sich an einen ländlichen Vierseithof an, der modern interpretiert wird.

Die mit einem Satteldach versehene Kindertagesstätte erhält eine Außenhülle aus unbehandeltem Holz, die mit viel Glas aufgelockert wird. Eine umlaufende Terrasse stellt die gesamte Anlage optisch auf eine hölzerne Plattform. In der Mitte der von vier Seiten geschützten Betreuungsräume liegt ein Innenhof als Spielgelände.

Der Holzkomplettbau garantiert eine hohe Energieeffizienz, auf die die Gemeinde als Bauherrin besonders viel Wert gelegt hatte. Die Fertigstellung ist zum neuen Kindergartenjahr im Herbst 2011 vorgesehen, teilt das Familienunternehmen Jäger und Kurz mit. Die Bausumme beträgt nach eigenen Angaben 1,2 Millionen Euro.

15 Jahre gibt es die Unternehmensgruppe Jäger und Kurz aus Oberaudorf mittlerweile. 1996 gründeten Josef Kurz und Johann Jäger in Niederaudorf eine Zimmerei - mit anfangs zwei Angestellten. Bereits 1997 folgten die ersten Betriebserweiterungen. Anfang 1998 entstand am Mitterfeldweg eine neue Produktionshalle. Die Umfirmung der Zimmerei GbR in die Jäger und Kurz Holz & Hochbau GmbH trug 1998 auch dem erweiterten Leistungsspektrum Rechnung. Im Jahr 2000 gründete das Unternehmen das Abbundzentrum und den dafür zuständigen weiteren Bereich der Gruppe, die Inntaler Abbund GmbH. Sie bietet umfangreiche Serviceleistungen und Gewerke für das Zimmererhandwerk. Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends war durch starkes Wachstum und die Ausdehnung der Geschäftstätigkeiten ins Ausland geprägt. Grenzübergreifendes Denken und Handeln hat auch aufgrund der Lage Tradition: Intensive Kontakte pflegt das Unternehmen mit Auftraggebern und Kunden aus Tirol. 2007 folgte der Kauf einer weiteren Abbundanlage - der größten dieser Art in Deutschland, speziell auf den Ingenieurholzbau ausgerichtet. 2010 wurde das dritte Standbein innerhalb der Firmengruppe gegründet: die Bauträgergesellschaft NoCO2 mit Claudia Jäger und Florian Aicher als Geschäftsführer.

Der Name ist Programm: Die Bauträgergesellschaft verwirklicht überwiegend Niedrigenergie- und Passivhäuser aus dem ökologischen Baustoff Holz: er steht für CO2-freies Bauen und Wohnen - eine Nachhaltigkeit, mit der die neue Gesellschaft der Notwendigkeit zum Klimaschutz durch Vermeidung des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid konsequent Rechnung trägt. Heute beschäftigt die Unternehmensgruppe, die als Familienbetrieb geführt wird, über 30 Mitarbeiter. Weitere Mitarbeiter zur Verstärkung werden gesucht - unter anderem Zimmerer und Bautechniker sowie Auszubildende. re

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