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Kripo hat die Ermittlungen übernommen

Meterhohe Flammen schlagen aus dem Dach: Wohnhaus in Unterwössen brennt komplett nieder

Von dem Wohnhaus in Unterwössen ist nur noch das Gerippe übriggebleiben. Der Rest wurde Raub der Flammen. Die Brandursache ist noch unklar.Hobmaier
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Von dem Wohnhaus in Unterwössen ist nur noch das Gerippe übriggebleiben. Der Rest wurde Raub der Flammen. Die Brandursache ist noch unklar.Hobmaier

Aus bislang unbekannter Ursache brach am Freitagabend (25. Juni) in einem unbewohnten Wohnhaus in Unterwössen Feuer aus. 150 Feuerwehrleute und Polizisten waren stundenlang im Einsatz, ehe der Brand gelöscht war. Es entstand erheblicher Sachschaden. Und zunächst war unklar, ob es Verletzte gab.

Von Hubert Hobmaier

Unterwössen – Gegen 20 Uhr wurde der Einsatzzentrale der Polizei der Brand in einem Wohnhaus in der Hauptstraße in Unterwössen gemeldet. Bei Eintreffen am Einsatzort stand der Dachstuhl des derzeit unbewohnten Hauses bereits in Vollbrand. Daraufhin wurde Großbrandalarm für die Feuerwehren im Achental ausgerufen. Rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort.

Nachbargebäude mussten abgeschirmt werden

Die Flammen schlugen meterhoch aus dem Dach. Zudem bestand die Gefahr, dass sich das Feuer auf benachbarte Gebäude ausweitete. „Wir haben sofort damit begonnen, einen umfangreichen Löschangriff aufzubauen und eine Abschirmung der Nachbargebäude einzurichten“, erklärt Kommandant und Einsatzleiter Michael Klauser von der Feuerwehr Unterwössen. Zudem hatten die Floriansjünger mit Atemschutztrupps versucht, einen Innenangriff zu starten. Dies musste aber aufgrund der hohen Brandausweitung abgebrochen werden.

Großalarm wurde ausgerufen

Innerhalb kurzer Zeit waren dann auch die Feuerwehren aus Oberwössen, Schleching und Grassau mit weiterem Personal vor Ort. Zudem wurde der Gerätewagen Atemschutz aus Traunstein alarmiert. Die Kreisbrandinspektion war mit Kreisbrandrat Christof Grundner sowie dem zuständigen Kreisbrandinspektor Georg König und dem Kreisbrandmeister Thomas Mayr im Einsatz. Der Fach-Kreisbrandmeister Atemschutz, Stefan Thurner, war vor Ort, um die den Atemschutzeinsatz zu unterstützen.

125 Feuerwehrkräfte waren bei den Löscharbeiten in Unterwössen im Einsatz. Ein Übergreifen auch Nachbarhäuser wurde verhindert.

Mit den Drehleiterfahrzeugen der Feuerwehren Unterwössen und Grassau wurde ein Löschangriff mittels sogenannter Wenderohre eingeleitet. Zudem wurden insgesamt sechs Strahlrohre rund um das Gebäude in Stellung gebracht, damit man das ausgedehnte Feuer in den Griff bekam. Auf Grund der starken Rauch- und Wärmebelastung waren etwa 20 Atemschutzgeräteträger im Einsatz. In einer Atemschutzsammelstelle wurden weitere Atemschutztrupps vorgehalten.

In den ersten Minuten sorgten die Tanks der alarmierten Löschfahrzeuge für ausreichend Löschwasser. Gleichzeitig wurde eine Wasserversorgung aus dem örtlichen Hydrantennetz sowie aus dem etwa 250 Meter entfernten Wössner Bach aufgebaut. Mehrere Leitungen versorgen die Drehleitern sowie die Strahlrohre der Einsatzkräfte mit ausreichend Wasser. Dabei kamen auch mehre Tragkraftspritzen zum Einsatz, die dieses an die Einsatzstelle pumpten.

Von der Drehleiter aus rückten die Feuerwehrmänner dem Brand zu Leibe. Ein Innenangriff musste abgebrochen werden.

Nach rund eineinhalb Stunden zeigte der umfangreiche Löschangriff Erfolg und die Einsatzleitung konnte „Feuer aus – Nachlöscharbeiten“ an die Leitstelle in Traunstein melden. Darauf hin konnten die Maßnahmen zurückgefahren und die ersten Feuerwehren aus dem Einsatz entlassen werden. Die Feuerwehren Unterwössen, Oberwössen und Grassau waren bis tief in die Nacht mit Nachlöscharbeiten beziehungsweise einer Brandwache vor Ort.

Ortsdurchfahrt für die Löscharbeiten stundenlang gesperrt

Die Ortsdurchfahrt von Unterwössen musste für die Dauer der Löscharbeiten gesperrt werden. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet. Verletzt wurde bei dem Brandeinsatz niemand. Das Wohnhaus war aktuell nicht bewohnt, da derzeit umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an dem Gebäude durchgeführt wurden.

Für die rettungsdienstliche Absicherung wurden die Schnelleinsatzgruppen „Achental“ und „Reit im Winkl“ des Roten Kreuzes alarmiert. Zudem wurde der Rettungswagen aus Grassau und der Einsatzleiter Rettungsdienst entsandt.

Kriminalpolizei ermittelt

Für die Kriminalpolizei Traunstein übernahmen Beamte des Kriminaldauerdienstes (KDD) vor Ort die ersten Untersuchungen zur Brandursache. Aussagen dazu können derzeit noch keine getroffen werden, die Ermittlungen dauern an. Die letzten Feuerwehrwehrkräfte aus Unterwössen konnten gegen 1.30 Uhr die Einsatzstelle verlassen und ans Gerätehaus zurückkehren.

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