Projekt von Studenten

TH Rosenheim: Unterstützung aus der Region für Kapstadt in Südafrika

  • Korbinian Sautter
    vonKorbinian Sautter
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Betriebswirtschaft trifft soziales Engagement. Nach diesem Motto versucht die Rosenheimer Studentin Stefanie Beitat ihren Beitrag zur Verbesserung der aktuellen Situation in Kapstadt zu leisten.

Rosenheim – Aus diesem Grund ist sie seit Beginn des Wintersemesters an der Technischen Hochschule Rosenheim Teil einer vierköpfigen Gruppe, die die Vermarktung des Spendenprojekts „Gutes Tun in Kapstadt“ übernommen hat.

Marketing-Konzeptsoll Kapstadt helfen

„Wir wollen die Menschen in Südafrika unterstützen. Gerade jetzt während Corona, wo viele ihren Job nicht ausüben können, ist das besonders wichtig“, meint die 21-Jährige aus Flintsbach. Daher gestaltet sie mit ihrer Rosenheimer Fallstudiengruppe den Online-Auftritt von vier gemeinnützigen Organisationen, die sich um Bedürftige in der Hafenstadt kümmern.

Unter dem Slogan „Gutes Tun in Kapstadt“ kümmert sich Beitat vor allem um das digitale Konzept der im April 2020 gegründeten Initiative. „Seit Anfang November sind wir zusätzlich zu unserer Web- und Facebookseite, auch auf Instagram vertreten und können schon die ersten Follower verzeichnen.“

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Die junge Studentin erhofft sich so mehr Aufmerksamkeit für das Projekt, das von dem Dozenten Ulrich Clef aufgrund seiner engen Verbindung nach Südafrika ins Leben gerufen wurde. „Ich fahre schon über 25 Jahre lang nach Kapstadt und habe auch den Anfang der Corona-Pandemie dort miterlebt“, berichtet der Lehrbeauftragte. Die wirtschaftliche Lage sei deutlich schlimmer als vergleichsweise in Deutschland, da dort nicht alle coronabedingten Arbeitslosen staatliche Hilfe beziehen könnten.

Ziel des Projekts:Reichweite schaffen

Der Auftrag für die vier Studenten aus der Region lautet daher: „Dauerhaft auf uns aufmerksam machen.“ Zu diesem Zweck soll laut Beitat auch ein Verein gegründet werden. Das soll einerseits die Handhabung mit den Spendengeldern erleichtern und andererseits dafür sorgen, dass die betriebswirtschaftliche Hilfe der Technischen Hochschule nicht nur auf ein Semester begrenzt bleibt. „Ich kann mir schon vorstellen, in dem entstehenden Verein dann auch nach dem Ende der Fallstudie noch weiterzuarbeiten“, kündigt die Studentin aus dem siebten Semester an.

Die vier Gesichter der Fallstudie: Jonas Fries, Sabrina Weichselgartner (rechts oben),Stefanie Beitat (links unten) und Lisa Grabmeir unterstützen Organisationen in Kapstadt.

Für sie ist das Projekt mehr als nur eine Bewertung im Notenbogen. Gerade die praktische Erfahrung reizt Beitat sehr. So galt es beispielsweise, sich ein Marketingkonzept für ein Projekt zu überlegen, das Kinder in Kapstadt unterstützt, ohne dabei die jungen Betroffenen zeigen zu dürfen. Eine Herausforderung, die bisher noch in keinem der Lehrbücher explizit thematisiert und mit speziell ausgerichteten Bildaufnahmen aus der Ferne gelöst wurde.

Corona erschwertdie Zusammenarbeit

Ebenso schwierig gestaltet sich die Kommunikation unter den vier Rosenheimer Helfern. Denn sowohl zum Lehrbeauftragten Clef als auch untereinander kann derzeit aufgrund von Corona der Kontakt nur digital hergestellt werden. Der Motivation tut dieser Umstand jedoch keinen Abbruch.

Bis zum Ende des Wintersemesters im März 2021 will die kleine Rosenheimer Fallstudie noch einiges erreichen. Es gilt, die Kampagne noch weiter auszubauen und ein langfristiges, digital optimiertes Konzept zu entwickeln. „Wir haben jetzt 83 Leute, die uns auf Insta gram folgen“, resümiert Beitat. „Das ist für den Anfang ganz gut, aber da geht noch mehr.“

Rubriklistenbild: © Beitat

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