Überraschendes Geständnis von Drogendealer

Traunstein/Bernau/Achental – Überraschend ein Geständnis, minderjährigen Schülern in mehreren Achental-Gemeinden Drogen verkauft zu haben, legte gestern ein 30-jähriger afghanischer Staatsangehöriger aus Bernau über seine Verteidiger vor der Ersten Strafkammer am Landgericht Traunstein mit Vorsitzender Richterin Heike Will ab.

Der Vermieter des Angeklagten hatte in seinem Garten ein kleines Fass mit Marihuana und Ecstasy-Tabletten ausgegraben. Staatsanwalt Josef Haiker hatte 185 Fälle der unerlaubten Abgabe von Haschisch, Marihuana und/oder Ecstasy-Tabletten an Jugendliche angeklagt. Das Gericht stellte entsprechend der Aussagen der Jugendlichen aus Grassau, Marquartstein und Schleching über die Anzahl der Deals und die jeweils erworbenen Drogenmengen einige Teilvorwürfe ein. Die jungen Konsumenten, gegen die separate Verfahren laufen, hatten den 30-Jährigen allesamt schwer belastet. Für die jetzige Wende sorgte sein 68-jähriger Vermieter, der vor wenigen Tagen auf seinem Grundstück in Bernau auf etwas Grünes im Boden gestoßen war. Als der Zeuge merkte, dass sich Tabletten in dem Behälter befanden, verständigte er sofort die Polizei. Angesichts der Beweissituation erklärten die Verteidiger des Asylbewerbers, Julian Praun aus Traunreut und Dr. Markus Frank aus Rosenheim, ihr Mandant räume die Taten im Wesentlichen ein. kd

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