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Über 30.000 Unterschriften für Brenner-Petition: „Die Politik muss dieses Signal hören“

Demo gegen eine Neubautrasse auf der Kufsteiner Straße in Rosenheim. Viele der Protestierer haben wohl die Petition an den Bundestag unterzeichnet. bi brennerdialog

Gerechnet hatte man mit etwa 18000 Unterschriften, doch es wurden über 30000: Die Petition an den Bundestag hat die Erwartungen der Initiatoren gegen eine Neubautrasse für den Brenner-Nordzulauf weit übertroffen. Für die Bürgerinitiativen ist klar: Die Politik muss ihr Verkehrskonzept fürs Inntal ändern, um ein zweites „Stuttgart 21“ zu vermeiden.

Rosenheim – Die Petition gegen eine Neubautrasse für den Brenner-Nordzulauf hat deutlich mehr Unterstützer gefunden als erwartet. Die Auswertung der Unterschriftslisten und der Onlinestimmen durch den Petitionsausschuss des Bundestags ergab 30 435 Befürworter. Sie unterstützen die Forderung der Bürgerinitiativen, den bedarfsgerechten Ausbau der Bestandsstrecke als mögliche Alternative zu einer Neubautrasse in die Entscheidung einzubeziehen und die Projektbeschreibung entsprechend anzupassen.

Ursprünglich 18 000 Stimmen erwartet

Die Bürgerinitiativen waren davon ausgegangen, dass die Petition etwa 18 000 Unterstützer findet. Umso überraschter sei man gewesen, als man die Zahl von mehr als 30 000 Stimmen erfahren habe, sagte Thomas Riedrich, Vorsitzender der Bürgerinitiative Brennerdialog Rosenheimer Land.

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„Es haben deutlich mehr Leute Papierlisten mit Unterschriften selbst nach Berlin geschickt, als wir gedacht haben“, so Riedrich. „Die Politik muss dieses Signal hören, sie kann es nicht einfach übergehen.“ Die Petition ist nun in der parlamentarischen Prüfung, kann aber nach Riedrichs Worten weiterhin mit Unterschriftenlisten an den Petitionsausschuss des Bundestags unterstützt werden.

Ludwig: „Hohe Zahl überrascht mich nicht“

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig sagte auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen, sie sei „nicht überrascht“ von der hohen Anzahl der Unterzeichner. „Das Thema bewegt die Menschen in meinem Wahlkreis und darüber hinaus und ist emotional höchst aufgeladen“, so Ludwig.

Den Bau einer neuen Trasse mit all seine Konsequenzen, die einerseits die Menschen und die Natur beträfen, andererseits auch mit enormen Kosten verbunden wären, könne es nur geben, wenn ein Bedarf gegeben sei. Und wenn eine Neubautrasse wirklich unumgänglich wäre, könne nur die schonendste Trasse realisiert werden. „Ich möchte eine Trasse, die man nicht sieht und nicht hört. Ob diese Planung jemals realisiert wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber wir sind dann auf alles vorbereitet“, führte Ludwig aus.

Mehr zum Thema: Bahn weist Ausbaukonzept zur Bestandsstrecke im Inntal zurück

Eine Trasse aus Luftballons und Mahnfeuer: Demonstration gegen den Brenner-Nordzulauf

Und was sagt die Deutsche Bahn dazu, dass sich mehr als 30 000 Menschen in der Region für den Ausbau der Bestandsstrecke stark machen? Schließlich hatte sie zum Ende des vergangenen Jahres bekräftigt, dass genau das aus diversen Gründen keine zukunftsfähige Lösung und schlicht nicht realisierbar sei. „Auch die nun veröffentlichte Zahl ändert grundsätzlich nichts. Die Entscheidung liegt nach wie vor beim Deutschen Bundestag und die Petition hat zunächst keine Auswirkungen auf die laufenden Planungen“, so ein Sprecher der Bahn.

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