Mitgliederjahresversammlung der Rosenheimer Verkehrswacht

Über 1000 Helfer sichern täglich den Schulweg

Rosenheim - Umfangreich sind trotz knapper werdenden Mitteln die Aufgaben und Aktionen der Rosenheimer Verkehrswacht. Bei der Jahresmitgliederversammlung im Gasthaus Höhensteiger in Westerndorf St. Peter ging deren Vorsitzender Walter Klingseisen auf die vielschichtigen Themen im Interesse der Verkehrssicherheit ein. Schwerpunkte lagen im Bereich "Kindergarten und Sicherheit" sowie einem breiten Angebot im Rahmen der Schulwegbegleitung. Erfreut zeigte sich Klingseisen angesichts knapper Kassen über die Unterstützung verschiedener Organisationen für einzelne Projekte.

Als großen Bereich nannte Klingseisen die Schulwegsicherheit und Begleitung in der Region, die von 840 Schulweghelfern und 90 Schülerlotsen an 64 Orten durchgeführt werde. Zusammen mit Wasserburg seien insgesamt 1025 ehrenamtliche Helfer unterwegs. Die Zahl an Unfalltoten ist laut Klingseisen in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Dennoch strebe man bis 2020 eine Halbierung an.

Adolf Dinglreiter, Seniorenbeauftragter der Landesverkehrswacht Bayern, erteilte Bestrebungen der Verkehrswacht Deutschland nach einem totalen Alkoholverbot am Steuer eine Absage. Er sprach sich dafür aus, die derzeitige Regelung beizubehalten. Ebenso wandte er sich gegen den Versuch, bei älteren Verkehrsteilnehmern mittels zusätzlicher Führerscheinprüfungen die Mobilität in Frage zu stellen. Für wesentlich effektiver hält es Dinglreiter, ältere Menschen zu mehr körperlicher Bewegung zu ermutigen.

Auf dem Programm stand auch ein Vortrag zum Thema "Gefühle beim Fahren - Frust oder Lust" von Isolde Lang. Die Referentin verdeutlichte die Auswirkung von unterschiedlichen Gefühlslagen auf das Verhalten im Verkehr. Gefühle seien am Steuer regelrechte "Info-Killer". Sie führten oft dazu, dass ein Verkehrsteilnehmer, der unter Zeitdruck stehe oder voller Ärger am Steuer sitze, Gefahr laufe, einen Fehler zu machen. jre

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