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Alois Glück zeigte Wege zu einer zukunftsfähigen Kultur

Vom Turbokapitalismus zur Nachhaltigkeit

Alois Glück in Rosenheim.  Foto engelhardt
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Alois Glück in Rosenheim. Foto engelhardt

Rosenheim - Das Katholische Bildungswerk Rosenheim in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk Rosenheim hat in seiner Vortragsreihe "Was Christen zu sagen haben" mit Vor- und Querdenker Alois Glück einen zugkräftigen Referenten gewinnen können. Der Vortragssaal im Bildungswerk war voll, viele Menschen wollten hören, was Alois Glück zum angemahnten gesellschaftlichen Kulturwandel zu sagen hat.

An den Anfang seines Vortrages stellte Glück zwei kürzlich durch die Medien gegangene Meldungen. Die eine lautete: "Wir haben wieder Aufschwung, die Wirtschaft boomt" und die andere Meldung sagte: "Die Zahl der vom Burn-Out-Syndrom heimgesuchten Menschen nimmt zu". Diese beiden Aussagen sind nach Glücks Ansicht die zwei Seiten einer Medaille und spiegelten das Befinden und den gesellschaftlichen Konflikt unserer Zeit wider. Und so postulierte er, dass dieser Zustand, diese Situation, nicht zukunftsfähig sei.

"Kapitalrendite" und "Politik des billigen Geldes" gepaart mit sozialer Kälte und "Ellenbogenmentalität" sind für Alois Glück, ehemaliger Landtagspräsident und derzeit Präsident des Zentralrates der deutschen Katholiken, keine vertretbaren Werte. Aber welche Werte sind es, die nach Auffassung des Referenten zukunftsfähig sind und gleichwohl für einen erforderlichen, gesellschaftlichen Kulturwandel stehen?

"Vertrauen in die gesellschaftlichen Spielregeln" und "Mut zur Selbstverwirklichung" sind für Vordenker Glück wichtige Kriterien, wobei allerdings die Selbstverwirklichung nicht zur bedingungslosen Entkoppelung von "Freiheit und Verantwortung" führen dürfe, denn frei zu sein, heiße, auch Verantwortung übernehmen zu müssen. Beide Kriterien oder Symbolwerte stellten abermals die zwei Seiten einer, diesmal anderen Medaille dar und seien, so Referent Glück, zukunftsfähig. Allerdings müsse der Staat die Rahmenbedingungen schaffen, um die "Verantwortungsgesellschaft" zu ermöglichen. "Leuchttürme" und mithin nachhaltige Werte in dieser sich herausbildenden Verantwortungsgesellschaft müssten vorrangig Gerechtigkeit und Chancengleichheit sein, ebenso wie eine zukunftsfähige Familienpolitik als integrierter Teil einer konsensfähigen Sozialpolitik.

Permanent kündigen sich die Gesellschaft verändernde Komponenten und Innovationen an, die zu Investitionen führten. So habe beispielsweise das Internet die Welt drastisch verändert und sich zu einem großen sozialen Sprengstoff entwickelt. Mit diesem Sprengstoff sowie den dadurch sich entwickelnden neuen Facetten des herkömmlichen Wertebegriffes und dessen Inhalt verantwortungsbewusst umzugehen und Leitbilder zu entwickeln, werde die große Herausforderung der kommenden Jahre sein. je

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