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Ein Zeichen für den Frieden

Tuntenhausen: Feierlichkeiten zu 100 Jahre Kriegerdenkmal

„Wir beten hier an einem traditionsträchtigen Ort“, sagte Diakon Josef Hilger (Mitte) bei der Feier. Stache
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„Wir beten hier an einem traditionsträchtigen Ort“, sagte Diakon Josef Hilger (Mitte) bei der Feier.
  • VonWerner Stache
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Das Kriegerdenkmal in Tuntenhausen wurde am 5. Juni 1921 feierlich eingeweiht. Jetzt, exakt 100 Jahre später gedachte man diesem Ereignis. Was sich in 100 Jahren an dem Denkmal geändert hat, was heute seine Bestimmung ist und wer sich darum kümmert, erzählt Konrad Krichbaumer Vorsitzende der Veteranen- und Kriegervereins.

Tuntenhausen – Das Tuntenhausener Kriegerdenkmal wurde am 5. Juni 1921 feierlich eingeweiht. Genau 100 Jahre später gedachte der Veteranen- und Kriegerverein diesem Ereignis. Diakon Josef Hilger erinnerte an die damals schweren Zeiten: „Wir gedenken an diesem traditionsträchtigen Ort den Menschen, die durch Krieg und Gewalt ihr Leben lassen mussten.“

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Vereins-Vorsitzender Konrad Krichbaumer erinnerte an die Entstehung des Denkmals: 1921 wurde das mittige Hauptdenkmal errichtet. Im Februar 1919 fand eine große Kriegerheimkehrfeier statt. Daraufhin entschloss man sich im gleichen Jahr, den gefallenen Kameraden des Ersten Weltkrieges ein Denkmal zu widmen.

Ein Blick zurück: Die Fahnenweihe fand 1957 in Tuntenhausen statt.

1921 kamen 5.000 Bürger

„Heute, am 5. Juni, somit genau vor 100 Jahren, war es soweit“, so Krichbaumer. Der große Festtag wurde mit einer Feldmesse, einem Festzug und einem Konzert eingeweiht. 46 Gastvereine kamen und über 5.000 Bürgern. Als später eine neue Vereinsfahne angeschafft wurde, entschloss man sich, zwei Gedenktafeln am Friedhofsmauereingang zu errichten.

Namen der gefallenen Soldaten eingraviert

Auf diesen wurden die Namen der gefallenen Kameraden des Ersten und Zweiten Weltkrieges eingraviert. 1957 wurde das mit einer großen Fahnenweihe festlich begangen.

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Später, 1977, entschied man sich, das Denkmal zu sanieren und zu erweitern. Ein Jahr später war es dann soweit, der Mittelteil und die zwei Gedenktafeln wurden neu eingeweiht. Im Jahre 2017 wurde es noch einmal saniert und erstrahlt seither in neuem Glanz. Krichbaumer dankte auch Maria und Sigi Franke, in deren Garten das Denkmal steht. Ebenso dankte er Marille Ehberger für die der Denkmalpflege.

Die Namen der Gefallenen des Ersten Weltkrieges sind auf der Gedenktafel eingraviert.

Dreder Musi spielt „Der gute Kamerad“

Dann machte er einen Sprung zur Aktualität: Bis heute gebe es immer noch Kriege, Bürgerkriege und sinnlose Auseinandersetzungen auf der Welt. „Unser Kriegerdenkmal ist zugleich ein wichtiges Mahnmal für den ersehnten Weltfrieden“, so Krichbaumer.

„Es soll als Denk- und Mahnmal ein Zeichen für den Frieden sein, für heute und in Zukunft.“ Als äußeres Zeichen legte er einen Kranz nieder. „Nur wer Frieden dem Nächsten gibt, kann auch selber in Frieden leben.“ Mit diesen Worten erklang von der Dreder Musi das Lied „Der gute Kamerad“ und die Fahnen der drei Tuntenhauser Ortsvereine senkten sich vor dem Mahnmal – es fielen auch drei Böllerschüsse. Mit der Bayernhymne klang die Feier aus.

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